Orso - Paninoteca

Orso – Paninoteca

Poch! Poch! Hier kommt Orso („Bär“ in Italienisch). Denselben Namen trägt die Lausanner Rock/Metal Band, die 2015 gegründet wurde. Deren Mitglieder stülpten sich Orsos Fell über, der nach jahrelanger Zirkuskarriere schlussendlich in die Wildnis entlassen wurde.

Orso - Paninoteca
Orso – Paninoteca
Kreiert aus den Überresten von Bands wie Kruger und June DeVille, wandert der Bär Orso nun durch abgelegene Wälder und Einöden. Er kennt keinen Meister und lässt sich nicht zämen – was auch der Grund dafür ist, dass die Band keinen Gesang benötigt.

Du kannst versuchen, dich dem Tier zu nähern. Doch wirst du entdeckt, beweg‘ dich nicht, denn du könntest damit seine schlimmsten Instinkte wecken.
Die schleppende, massive Musik von Orso – bestehend aus drei Gitarren, einem Bass und Schlagzeug – ist durchzogen von düsterer Melancholie. Wer jemals einen einsamen, traurig anmutenden Polarbären in einer Doku über den Klimawandel gesehen hat, weiss wovon hier die Rede ist.

Aber nebst Melancholie, steht Orso auch für erbarmungslose, kathartische Kraft; der Bär als Symbol für Zähigkeit und Stärke – eine eindrucksvolle, aber auch furchteinflössende Figur. Stelle sie dir vor, starr stehend, ausgestopft in einem Museum, die Zähne gefletscht, bereit die Beute in Stücke zu reissen…

Orso
Orso
Wenn der Winter Einzug hält, ist der Bär geduldsam und stark genug, im Stillen zu warten, bis seine Zeit erneut gekommen ist, um dann seinen Geist mit dem Geiste der Natur wiederzuvereinen.
Einige Worte zu „Paninoteca“: 10 Songs, benannt nach Sandwiches – ein völlig neues Level an rücksichtloser Risikobereitschaft, inmitten der bitteren, ernsten Post-Metal Szene. Orsos Debut Album führt die Tradition fort, sich voll und ganz auf abenteuerliche kulinarische Thematiken zu konzentrieren, die auf ihrer ersten EP „Prima Piatti“ 2016 begann. Man sollte sich von der irreführenden thematischen Leichtigkeit der Band jedoch nicht täuschen lassen: hinter dem Schleier der Sinnlosigkeit verbirgt sich messerscharfes Wissen und ungekannte, metallische Methodik.

Man mag sich jedoch fragen; wo verbirgt sich der Zusammenhang von Sandwiches (Sloppy Joe, Mitraillette, Fluffernutter, etc. – detaillierte Rezepte sind im Booklet aufgeführt) und den nach ihnen benannten Songs?

Möglicherweise im Anrichten der hypnotischen Riffs, der stellaren Arpeggios und der Tribal-Rhythmen. „Paninoteca“ wird als geschmackvolle Mixtur qualitativer Zutaten und mit einem Know-how zubereitet, welches das Album zu einem reichhaltigen, aber niemals unverdaulichen Festmahl macht.

Woher die musikalischen Einflüsse kommen, ist recht offensichtlich (Cult of Luna, Breach, Terra Tenebrosa, Russian Circles, Neurosis), aber Orso schaffen es, durch ein hohes Mass an Intensität und Atmosphäre ihre eigene Geschmacksrichtung zu erzeugen.

All das wurde durch die flinken Hände von Genre-Giganten Kurt Ballou (mix) und Magnus Lindberg (mastering) verfeinert.
Bon appét

Artist: Orso
Homebase: Lausanne, Switzerland
Label: Czar Of Crickets Productions
Catalog Nr: CZAR084 (CD) / CZAR085 (LP)
Labelcode: LC-15207
Format: CD / LP (LP only available through ORSO)
Barcode: 7640130010840 (CD) / 7640130010857 (LP)
Run Time: 73:12Min
Release: 5. April 2019
Genre: Instrumental Post-Metal
For Fans of; Cult of Luna, Neurosis, Russian Circles

Orso Paninoteca – Tracklist
1. Sloppy Joe
2. Jambon-beurre
3. Choripàn
4. Horseshoe
5. Mitraillette
6. Fluffernutter
7. Jucy Lucy
8. Monte Cristo
9. Dagobert
10. Smörgåstårta

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