Schockierende Momente bei den MTV Video Music Awards

Seit 1984 werden vom US Sender MTV die MTV Video Music Awards erstmals verliehen. Mittlerweile eine der wichtigsten Preisverleihungen. Jedes Jahr im August bzw. September findet die Veranstaltung statt und dauert fast 3 Stunden. 2009 war ein besonderes Jahr.

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Katy_Perry – MTV VMA 2011: Philip Nelson from San Antonio, TX, USAderivative work: Truu [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)
Das 25-jährige Jubiläum, das damals durch Britney Spears eröffnet wurde. Moonman nennt sich die Trophäe, nach der so viele Ausschau halten. Eine Trophäe, die einen Astronauten auf dem Mond darstellt, der eine MTV-Fahne hält.

Aber es ist nicht nur eine Preisverleihung. Viele Künstler haben erkannt, dass die Shows auch ideal der Selbstvermarktung dienen und so kommt es jedes Jahr zu neuen schockierenden Momenten, die uns immer wieder überraschen, von den Stars meistens aber in minutiöser Planung vorbereitet wurden. Werfen wir doch einmal einen Blick auf diese schockierenden Momente, die uns manchmal so richtig fesseln konnten.

Legendäre Auftritte gab es immer wieder. Vor allem 1992 als Nirvana ihren Song Rape Me spielten. Eigentlich wurde dieses Lied zuvor bei den MTV Video Music Awards verboten, doch während des Auftritts wurden die ersten Takte von Rape Me gespielt und sorgten für eine große Provokation. Doch damit nicht genug. Als plötzlich der Verstärker von Krist Novoselic ausfiel, war er so wütend, das er das Gerät einfach in die Luft warf. Allerdings hatte er dabei übersehen, das Geräte irgendwann auch wieder zurück auf den Boden fallen und so passierte, was passieren musste … das Gerät streifte direkt sein Gesicht. Aller guten Dinge sind drei, dachte sich die Band. Als der Frontman Kurt Cobain die Bühne verließ, sorgte er für einen weiteren Skandal. Er spuckte provokant auf den Flügel von Elton John. Er ging davon aus, dass Axel Rose (mit dem er im Streit lag) auf dem Klavier spielen würde.

MTV Video Music Awards und die Schock-Momente

Jedes Jahr warten wir darauf. 35 Jahre MTV Video Music Awards und immer wieder gibt es die Skandale, die vermutlich alle von langer Hand geplant wurden. In Erinnerung bleibt uns dabei der Auftritt von Christina Aguilera, Britney Spears und Madonna, 2003, als es zwischen den Stars zu ziemlich heftigen Küssen kam. Aber auch Lady Gaga konnte. Sie setzte sich 2009 gekonnt in Szene und führte ihren Song Paparazzi schreiend mit einem blutverschmierten Oberkörper auf.

Selbst Miley Cyrus wusste um die Wirkung der MTV Video Music Awards. Nicht der Preis ist wichtig, sondern einzig der Auftritt. Ist dieser besonders schockierend, verkaufen sich die Songs danach besonders gut. Als sie damals 2013 ihren Song We Can´t Stop präsentierte, griff sie sich provokant an die Vulva und tanzte später in fleischfarbener Unterwäsche auf der Bühne herum.
2018, als die Preisverleihung in New York stattfand, hielt Madonna eine Rede zu Ehren der verstorbenen Queen of Soul Aretha Franklin. Leider klappte das nicht so gut. Denn statt von der Queen zu sprechen, sprach sie in ihrer recht langen Rede von den eigenen Erfolgen.

Mit Sicherheit werden wir in den nächsten Jahren weitere Schock-Momente erleben dürfen, schließlich dienen die MTV Video Music Awards dafür, das sich die Künstler vermarkten können. Umso auffallender, desto besser.