The Magpie Salute - Debüt Studioalbum am 10. August via Provogue/ Mascot Label Group!

The Magpie Salute – High Water I

Alte Freunde gehören zu unserem Leben wie die Figuren eines abgegriffenen Romans voller Eselsohren. Wenn wir die Seiten unseres Lebens durchblättern, kehren sie zurück, um im Hier und Jetzt aufregende, neue Abenteuer mit uns zu erleben. So liest sich auch die Geschichte von The Magpie Salute.

Magpie Salute credit DavidMcClister
Magpie Salute credit DavidMcClister

Die Band vereint nicht nur prahlerischen Rock’n’Roll, psychedelischen Blues und Lagerfeuer würdige Geschichten, sondern auch Musiker, deren Wege sich einst trennten und die nun wieder zueinander gefunden haben.

Gegründet von Gitarrist Rich Robinson setzt The Magpie Salute eine Episode fort, die ihren Anfang mit Gitarrist Marc Ford und Bassist Sven Pipien bei den legendären The Black Crowes nahm. Mit Sänger John Hogg arbeitete Robinson bereits bei seinem Nebenprojekt ‚Hookah Brown‘ zusammen. Keyboarder Matt Slocum und Schlagzeuger Joe Magistro unterstützen ihn seit Jahren bei seinen Soloalben und auf Tour.

Auf ihrem Debüt „High Water I“, das am 10. August 2018 erscheint, veröffentlichen sie erstmals komplett eigenes Material. Der Nachfolger „High Water II“ ist für 2019 geplant.

„Als ich die Band zusammenstellte, dachte ich daran, dass wir über ein Jahrzehnt nicht mehr miteinander gespielt hatten.“, sagt Robinson. „Doch die Chemie zwischen uns war sofort wieder da, ich kann es nicht erklären. Natürlich bin ich immer noch der gleiche Typ, der bei den Black Crowes gespielt und all deren Songs geschrieben hat. Doch diesmal ist der Hintergrund sowohl für mich, als auch für Marc und Sven, ein anderer. Hier vereinen sich drei verschiedene Welten für mich und für Marc und Sven ist es verblüffend, gemeinsam mit Joe, Matt und John zu spielen. Das war ein wirklich cooles Erlebnis und genau das, was ich tun wollte.“

Video “Send Me An Omen”:

„Je mehr Zeit wir miteinander verbrachten, desto mehr realisierte ich, wie eng mein Leben mit dem von Rich verknüpft ist.“, offenbart Ford. „Das ist wahrscheinlich die beste Band, in der ich je gespielt habe. Als Musiker ist es eine Herausforderung für mich, doch da ist auch noch etwas anderes, das uns vereint. Diese Musik will ein Teil von uns sein. Rich und ich sind uns einig, dass wir tun, was auch immer notwendig ist, um unsere Altlasten abzuschütteln. Es ist besser, wenn wir zusammen sind, als wenn wir es nicht sind. Wir sind bessere Freunde denn je und im letzten Jahr habe ich mehr über ihn gelernt als in den 30 Jahren davor. Wir haben es geschafft, die Bruchstücke eines sehr bizarren gemeinsamen Lebens aufzusammeln und uns als erwachsene Männer wieder zu vereinen. Wir können jetzt sagen ‚Wow, da ist etwas! Lass uns sehen, was wir daraus machen können!‘“

The Magpie Salute - Debüt Studioalbum am 10. August via Provogue/ Mascot Label Group!
The Magpie Salute – Debüt Studioalbum am 10. August via Provogue/ Mascot Label Group!

„Wir alle sind uns der Situation, in der wir uns befinden, sehr bewusst.“, fügt Hogg hinzu. „Rich und Marc haben diese lange, intensive und öffentliche Geschichte. Sven war auch schon immer in der Band und Joe hatte mit Rich mehr als 15 Jahre zusammengearbeitet. Auch Rich und ich haben eine gemeinsame Vergangenheit. Ich lüge nicht, es ist alles sehr ungewöhnlich.“, lacht er. „Das sind die großartigsten Musiker, mit denen ich je zusammengespielt habe. Die Dynamik ist kraftvoll und positiv. Die zahlreichen langen Reisen verschmelzen nun endlich zu einer Einheit.“

The Magpie Salute nahm 2016 erste Gestalt an, als Robinson die ursprünglich zehnköpfige Band für einen bahnbrechenden Woodstock Gig zusammenstellte. Anschließend spielten sie im Januar 2017 im Gramercy Theatre in New York vier ausverkaufte Konzerte nacheinander. Bis 2018 folgten weltweit 77 weitere Konzerte mit einem Repertoire von 170 Songs. Darunter fanden sich sowohl Coverversionen, Songs der Black Crowes als auch Solostücke von Robinson. Zahlreiche Medien berichteten euphorisch über sie und der Rolling Stone beschreib die Shows kurz und prägnant als „explosiv“.

Das erste Livealbum „The Magpie Salute (Live)“, welches Mitte 2017 erschien, enthält auch den ersten eigenen Song „Omission“.

Schließlich zogen sie sich ins Dark Horse Studio in Nashville zurück, wo sich die Vision des sechsköpfigen Line Ups herauskristallisierte. „Mit zehn Leuten auf der Bühne zu stehen, ist cool.“, erklärt Robinson, der „High Water I“ auch produziert hat. „Doch da geht es mehr um Entertainment. Im Studio merkten wir schließlich, dass wir mehr Raum brauchten. Es sollte nicht zu chaotisch oder zu durchsiebt klingen. Der Kern war wichtig und der bestand aus sechs Leuten. Es fühlte sich großartig an, etwas Neues aufzubauen, wir wurden auf gewisse Art neu geboren. Jetzt arbeiten wir als starke Einheit auf ein neues Ziel hin.“

„Während der Tour haben wir schlicht den Rahmen gesprengt.“, ergänzt Ford. „Im Studio fokussierten wir uns auf das Wesentliche und das fühlte sich richtig an.“

„Mary The Gipsy“ ist der Opener von „High Water I“. Es wird von einem bombastischen Schlagzeug und harten Gitarren vorangetrieben. „Es ist ein Anti-Establishment-Song. Wir tragen die Verantwortung, uns von dieser falsch-positiven Unternehmensmentalität zu befreien, die so zynisch auf uns Urheber herabsieht.“, seufzt Robinson. „Schon immer haben Banker dieses Business geführt und versucht, den Künstlern einzureden, wie sich am besten Geld machen lässt. Warum nicht etwas schaffen, dass sich natürlich und selbstverständlich anfühlt?“

Bei “Send Me An Omen” brodelt das summende Riff unter Hoggs gewaltiger Stimme, bevor das Stück in eine hinreißende Melodie übergeht, die von butterweichen Soli punktiert wird.  „Es ist ein Rock’n’Roll Song.“, sagt Robinson. „Er handelt von einer nicht funktionierenden Beziehung. Beim Refrain ist neben Johns Text ein fröhlicher Singalong zu hören. Ich liebe es, an Songs herumzubasteln, die sich an der Grenze zwischen Licht und Dunkelheit bewegen.“

Der Titeltrack „High Water“ beginnt mit einem raschelnden Schlagzeugspiel, während die verletzliche Stimme die Unruhe unterstreicht, die unter der Oberfläche wimmelt. „Dieser Song handelt von Menschlichkeit und dem, was wir täglich erleben. Es ist das Hauptthema des Albums und spannt sich wie ein Bogen über allen Songs.“

Das dramatische und schwungvolle „Sister Moon“ beschreibt, wie Robinson und Ford sich kennenlernten. „John und ich verbrachten insgesamt zehn Tage gemeinsam in einem Haus. Wir hatten uns vorher noch nie getroffen. Wir saßen nur da, schürten das Feuer und erzählten uns Geschichten. Daraus sind später viele Ideen entstanden.“

Das darauffolgende „Colorbird“ klingt hingegen schwermütig und rührend, denn es beschreibt den inneren Konflikt von Sänger John Hogg mit seinen afrikanischen und schwedischen Wurzeln. „Zu meiner Zeit als Jugendlicher war es nicht einfach, mit so einem ethnischen Hintergrund in London aufzuwachsen.“, gibt er zu. „Ich blicke dabei auf die Gefühle zurück, die ich damals erlebt hatte. In einer Zeit, in der plötzlich wieder Rassen- und Genderthemen aufflammen, ist es wichtiger denn je, zu verstehen, was das bedeutet.“

Das langsame Brennen des Schlagzeugs und das zupfende Gitarrenspiel führen zum dramatischen Ende des Albums, das karge, aber dennoch gefühlvolle „Open Up“. „Dieser Song hat es in sich.“, erzählt Robinson. „Stell Dir jemanden vor, der sein ganzes Leben an nur einem Ort verbracht hat und von der Außenwelt abgeriegelt war. Schließlich öffnet sich die Welt jedoch für ihn. Es ist ein cooles Ende.“

Der Bandname reflektiert auf viele Arten den Geist von The Magpie Salute. „Ich habe Krähen schon immer geliebt, doch sie haben etwas Dunkles und Bedrohliches an sich.“, führt Robinson aus. „Elstern hingegen wurden schon von indigenen Kulturen weltweit verehrt, sie repräsentieren diesen schmalen Grat zwischen Licht und Dunkelheit. Eine Elster ist der Cousin einer Krähe und so war diese Band letztes Jahr der Cousin der Black Crowes. Es gibt einen Aberglauben, der besagt, dass böse Geister abgewehrt werden, wenn man eine Elster grüßt. Der Gruß bedeutet ‚Wir kommen in Frieden‘. Genau das ist unser Ziel. Wir wollen nur zusammenspielen. Es ergibt alles Sinn.“

Die Geschichte von The Magpie Salute beginnt bereits mit einem guten Ende. Mit „High Water I“ haben die Freunde wieder zueinander gefunden und etwas Neues geschaffen.

„Ich hoffe dass die Leute bemerken, dass dieses Projekt etwas komplett Neues ist, ihnen aber dennoch vertraut vorkommt.“, wünscht sich Robinson. „Ich hoffe, sie können sich mit den Alben verbinden, die ihr Leben geprägt haben. Musik ist dafür da, um uns Freude zu machen und uns neue Perspektiven zu zeigen. Mir ist das mehr als je zu vor bewusst geworden. Es ist ein Geschenk.“

„Ich hoffe, wir können den Zuhörern, etwas von ihrer last nehmen, wenn sie uns zuhören und Spaß dabei haben, unsere Geschichten zu teilen.“, lächelt Hogg. „Das ist alles, was ich mir wünsche.“

Marc Ford schließt ab: „Letztendlich liegt der Geist der Versöhnung über allem. Wir haben alle viel  Bullshit hinter uns bringen müssen, bis wir endlich zusammen kommen und diese Musik Realität werden lassen konnten. In ihr liegen Freiheit, Kraft und Gerechtigkeit. Ehrlich erzählt von vier erwachsenen Männern, die gelebt haben und noch immer aufrecht stehen.“

The Magpie Salute – High Water I – Tracklisting
1 Mary The Gypsy
2 High Water
3 Send Me An Omen
4 For The Wind
5 Sister Moon
6 Color Blind
7 Take It All
8 Walk On Water
9 Hand In Hand
10 You Found Me
11 Can You See
12 Open Up

The Magpie Salute – High Water I
VÖ: 10.08.2018 durch Provogue / Mascot Label Group / Rough Trade als CD, LP und Digital

www.themagpiesalute.com