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SCOOTER The Only One CD Cover

SCOOTER „The Only One“

Nach dem kurzen Ausflug in das Filmgenre mit dem Remake ihres Klassikers „Friends“ für den Titelsong des Films „New Kids Turbo“ gehen Scooter nun mit ihrer brandneuen Single „The Only One“ an den Start.

SCOOTER The Only One CD Cover
SCOOTER „The Only One“ (Single)
Die neue Single bedient sich Elemente des 90er Klassikers „The Only One I Know“ der Manchester Rave-Helden The Charlatans, den die Jungs in ihrer unnachahmlichen Art mit markanten Sounds und H.P. Baxxters einzigartigen MC shouts zu einem Scooter-Hit zusammenfügen, wie nur sie es vermögen.

Auch hier schafft es die Band einmal mehr, scheinbar unüberbrückbare Musikgenres in Einklang zu bringen und einen völlig neuen Song zu kreieren.

Die Single ist der Vorbote des im August zur Veröffentlichung anstehenden neuen Scooter-Albums „The Big Mash Up“.

Pony-Club-Kampen CD Cover

PONY Club Kampen Vol. 3

Der PONY Club in Kampen auf Sylt ist absoluter Kult, Glamour und prickelnde Leidenschaft – oder wie Gunther Sachs es einst treffend formulierte: „Die Perle in der Auster“.

Pony-Club-Kampen CD Cover
PONY Club Kampen Vol. 3 Compilation CD

In diesem Jahr feiert der PONY Club seinen 50. Geburtstag und ist somit der älteste Club Deutschlands! Zu diesem mondänen Anlass liefert Kontor Records am 22. April den passenden Soundtrack: „PONY Club Kampen Vol. 3“

Für das prickelnde PONY-Partyfeeling sorgen die neusten und angesagtesten Club Tracks plus eine Bonus-CD mit Pony Klassikern aus den 70er, 80er und 90er Jahren, die die 3CD Jubiläums Edition komplettiert.

Seit 1961 ist der Nobel-Night-Club nun schon die Jetset-Adresse Nummer Eins auf der Nordseeinsel Sylt, berühmt und berüchtigt für seine legendären Partys, die meist erst nach dem Sonnenaufgang enden. Mitten im Herzen von Kampen – dem heimlichen St. Tropez des Nordens – ist der älteste Club Deutschlands in einem ‘‘idyllischen Reetdachhäuschen‘‘ untergebracht.

Die illustre Prominenten-Schar aus Showbiz, Geldadel und Medienwelt durchfeiert im PONY den Sylter Sommer – live, chic, sexy, schrill und stilvoll. Dabei treffen jene Stammgäste von ‘‘Gestern‘‘ auf die neue Party-Generation von ‘‘Heute‘‘ und sorgen für ein buntes, amüsantes und einzigartiges Publikum.

Der gebürtige Südtiroler Oskar Schnitzer führt den Szene-Club seit 1993 und die deutsche Promi Elite gehört zu seinen Stammgästen. Nicht nur für sie liefert die „PONY Club Kampen Vol. 3“ neuen Feierzündstoff!

PONY Club Kampen Vol. 3 Tracklist:

CD1
01. Martin Solveig & Dragonette – Hello
02. Ian Carey feat. Snoop Dogg & Bobby Anthony – Last Night
03. Everything But The Girl – Missing (Fedde Le Grand Remix)
04. DJ Antoine vs. Timati feat. Kalenna – Welcome To St. Tropez (DJ Antoine vs. Mad Mark Remix)
05. R.I.O. – Like I Love You
06. Avicii & Sebastien Drums – My Feelings For You
07. Markus Gardeweg – Why Don’t You Let Me Know
08. No_Id, Tommy Trash & Sebastian Lintz – Nothing Left To Loose
09. Tiko’s Groove feat. Gosha – I Don’t Know What To Do
10. Eric Chase – That’s Why I Put My Hands Up
11. Klaas & Bodybangers – Freak (Klaas Mix)
12. Discobump vs. Triple X – Discosound 2011 (XXX vs. Kid Vicious Remix)
13. Plastik Funk – Everybody Dance Now! 2011
14. Firebeatz – It’s Like That 2011
15. Stars On 45 – 45 (Olav Basoski Remix)
16. Boris & Michi Pres. Fiorello – Azzurro
17. Tom Novy feat. Lima – Now Or Never (2011) (Lissat & Voltaxx Remix)
18. Addy van der Zwan feat. Michael Zager Band – Let’s All Chant
19. Manuel Baccano feat. Eve Lamell – Make Your Move
20. Vanity – Gipsy Moves (Nah Neh Nah)

CD2
01. Mitomi Tokoto vs. Daishi Dance – Sax@Arena
02. Bass Kleph & Filthy Rich – These Mornings
03. Manuel De La Mare – Talamanca (Noferini Remix)
04. Alex Kenji & Federico Scavo – Gimme Five
05. HouseClap & Max C – On & On
06. Criminal Vibes – Queen Of Chinatown
07. Stefano Noferini – Disco’s Revenge
08. Mikalogic – Cheesemaker
09. Bass Kleph – I’ll Be OK (Superskank Remix)
10. Tom & Jerry – Take Me To The Top
11. Prok & Fitch vs. Todd Terry – Something Going On
12. Danny Freakazoid, Matt Caseli & Strobe feat. Baby D – Phantasy
13. Mischa Daniels feat. I-fan – Child Of Love
14. Stephan Bodzin vs. Marc Romboy – Callisto (Joris Voorn Remix)
15. Novy, Strobe & Freakazoid – Underground People
16. Tube & Berger – Free Tribe
17. Dani L. Mebius – Synth and Strings
18. Tommyboy & Agebeat Pres.: Crazibiza – Spinning Around
19. Joan Reyes – Shakedown (Bass Kleph Remix)
20. Phunk Investigation vs. Boy George – Generations Of Love 2011 (Da Fresh Remix)

CD3 Pony Classics
01. F.P.I. Project – Rich In Paradise
02. Inner City – Good Life
03. Oliver Cheatham – Get Down Saturday Night
04. Stereo MC’s – Connected
05. Mighty Dub Katz – Magic Carpet Ride
06. Chaka Khan – Ain’t Nobody
07. C+C Music Factory Pres. Freedom Williams – Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)
08. Dr. Alban – Sing Hallelujah!
09. The Style Council – Shout To The Top
10. Incognito feat. Jocelyn Brown – Always There
11. James Brown – (Get Up I Feel Like Being A) Sex Machine
12. Sister Sledge – We Are Family
13. Crystal Waters – Gypsy Woman (She’s Homeless)
14. Soft Cell – Tainted Love
15. Yazoo – Don’t Go
16. Technotronic feat. Felly – Pump Up The Jam
17. The Trammps – Disco Inferno
18. New Order – Blue Monday
19. Scooter – Hyper Hyper
20. Robert Miles – Children

ATB Distant Earth CD Cover

ATB Distant Earth

André Tanneberger ist ein Mastermind der internationalen Musikszene. Seit fast 20 Jahren ist er nicht nur einer der besten und erfolgreichsten DJs weltweit, er ist vor allem ein begnadeter Produzent und Songwriter.

ATB Distant Earth CD Cover
ATB neues Album "Distant Earth"

Mit sieben erfolgreichen Studioalben, einer Best Of-CD und -DVD, sieben Mix-Compilations und unzähligen Hitsingles weist ATB eine bemerkenswerte Konstanz in seiner erfolgreichen Karriere als Musiker und DJ auf.

„Mein Antrieb ist, ständig etwas Neues kreieren zu wollen. Ich denke die Kreativität kommt daher, dass ich mir, bedingt auch durch das viele Reisen, zwischendurch immer mal wieder Studioauszeiten nehme.

Es ist sehr wichtig, Abstand vom Songschreiben und Producing zu bekommen“, sagt André über den Ursprung seiner schier unerschöpflichen Quelle an guten Tracks.

Auch auf seinem neuen Album „Distant Earth“ überzeugt ATB mit fantastischen neuen Songs, die die Grenzen zwischen Dance, Trance und Pop mühelos aufheben. Und natürlich hat André für sein achtes Album erneut mit bekannten Künstlern zusammengearbeitet.

Das ist in seiner Schaffensperiode zu einem seiner Markenzeichen geworden. So reicht die musikalische Bandbreite auf „Distant Earth“ von den zur Zeit angesagten Trance-Pionieren Armin van Buuren und Dash Berlin bis hin zu einer außergewöhnlichen Kollaboration mit Rea Garvey, seines Zeichens Leadsänger und Kopf der internationalen Erfolgsband Reamonn.

„Ich hatte einen Instrumentalsong produziert, als ich plötzlich das Gefühl verspürte, dass Reas Stimme perfekt auf den Track passen würde. Dass bei der tatsächlichen Zusammenarbeit dann allerdings ein ganz anderer Song entstand, tut der ganzen Sache keinen Abbruch, da ich schon sehr lange Zeit mal mit Rea zusammen arbeiten wollte,“ erklärt er das gemeinsame Wirken mit dem Leadsänger von Reamonn.

Der Album-Titel „Distant Earth“ beschreibt im übertragenden Sinne wie André Tanneberger Musik am liebsten wahrnimmt. „Ich möchte eine gewisse Distanz zum Alltag und den alltäglichen Problemen bekommen. Es ist schön, einfach die Augen zu schliessen, den Dancefloor zu betreten und alles um sich herum zu vergessen. Wenn dieser Effekt beim Hören meines Album entsteht, habe ich mein Ziel erreicht,“ erklärt der Künstler.

Das Album „Distant Earth“ besteht insgesamt aus zwei CDs. Eine Seite mit treibender, melodiöser Clubmusik, die andere erneut mit überwiegend ruhigeren ATB-Songs, die die Bandbreite seines künstlerischen Schaffens untermauern. Und auch hier arbeitet er gerne mit anderen Künstlern zusammen.

„Mit Armin van Buuren hatte ich schon über Jahre hinweg oft darüber geplaudert, einfach mal einen Ambient Track zusammen zu produzieren. Jetzt hat es bei uns beiden endlich zeitlich geklappt.“

Auch nach fast 20 Jahren als höchst erfolgreichster DJ und Produzent begeistern den Künstler beide Bereiche nahezu gleichermaßen. „Ich habe immer wieder das Gefühl, dass das eine ohne das andere nicht geht. Ich werde beim Auflegen zum Musik produzieren inspiriert und wenn ich im Studio sitze, kribbelt es in meinen Fingern, bald wieder auf der Bühne zu stehen. Ich mag wirklich beides sehr gerne.“

„Distant Earth“ liefert erneut ATBs einzigartigen internationalen Sound. „Während meiner vielen Trips über unseren Planeten tanke ich immer viele Inspirationen, die im Studio förmlich aus mir herausströmen.“ beschreibt er. Das Ergebnis sind 25 Songs auf zwei CDs.

Die streng limitierte Deluxe VIP Fan-Box beinhaltet zusätzlich eine weitere Bonus-CD mit Clubmixen von Tracks des aktuellen Albums. „Ich liebe es immer wieder, meine Hörer mit neuen Wegen zu überraschen“. Das ist ATB mit „Distant Earth“ zweifellos gelungen.

Joes-Choice CD Cover

V.A. “Joe’s Choice”

Nachdem im Oktober letzten Jahres Henry Rollins mit der Doppel-CD „Rollins’ Choice“ den Auftakt zu dieser neuen Compilation-Serie gemacht hat, folgt nun der nicht minder prominente, legendäre Sänger, Komponist und Pianist Joe Jackson aus Portsmouth, England mit einer eigenen Edition.

Joes-Choice CD Cover
V.A. “Joe’s Choice”

Joe Jackson gelang Ende der siebziger Jahre mit Alben wie „Look Sharp“, „I’m The Man“ und „Beat Crazy“ (1980) ein fulminanter Karrierestart.

Mit der Auflösung der Joe Jackson Band Ende 1980 und der Veröffentlichung seines vierten Albums „Jumpin’ Jive“ (1981) vollzog er einen radikalen musikalischen Wandel, wobei seine Liebe zum Jazz erstmalig deutlich wurde, enthielt das Album doch Interpretationen alter Swing- und Blues-Klassiker, bekannt durch Glenn Miller,

Cab Calloway, Lester Young und Louis Jordan. Mit dem 1984 veröffentlichten Album „Body And Soul“ outete sich Jackson erstmalig auch als Blue Note Fan, war das Cover von „Body And Soul“ doch sehr stark am Artwork des Blue Note Klassikers „Sonny Rollins Vol.2“ orientiert.

Bei der Titelauswahl für die nun vorliegende Doppel-CD hat sich Joe Jackson auf nur zwei Künstler fokussiert, die allerdings extrem stilprägend waren und viele Jahre lang Aufnahmen für das Label Blue Note machten. Es handelt sich hierbei um die Hardbop-Heroen Horace Silver und Art Blakey, die gemeinsam die legendären Jazz Messengers gründeten, die nach dem Ausstieg Horace Silvers von Art Blakey weitergeführt wurden und zur absoluten Talentschmiede avancierten.

CD1 besteht aus 10 Klassikern von Horace Silver, angefangen bei „Cookin’ At The Continental“ über „Senor Blues“, „Sister Sadie“, „Que Pasa“ und dem wohl größten Evergreen aus der Feder Silvers „Song For My Father“ bis hin zu „Peace“, „Cool Eyes“ oder „The Jody Grind“ beweist Joe Jackson guten Geschmack und Kompetenz.

Auf CD2 , die Art Blakey And The Jazz Messengers gewidmet ist, reiht sich ebenso ein Klassiker an den anderen, die da wären „Moanin“, „Lester Left Town“, „Dat Dere“, „A Little Busy“, „Sleeping Dancer Sleep On“, „Ping Pong“ und natürlich „A Night In Tunisia“. Ein gelungenes musikalisches Portrait zweier Jazzlegenden!!!

LE CHIC CLUB 4

LE CHIC CLUB 4

Wummernde Bässe schon von Weitem, in der Schlange stehen viele schöne Beine, die in High Heels enden. Daneben maßgeschneiderte Anzüge mit schmalem Schlips. Das passt.

LE CHIC CLUB 4
LE CHIC CLUB 4 – klingt wie das Versprechen einer verheißungsvollen Nacht.
Mit einem Nicken vorbei am Türsteher, noch schnell ein Drink an der Bar und schon sind wir auf dem Dancefloor angekommen. Ab hier ist DJ-Territorium. Er entscheidet, auf welche Reise wir uns in dieser Nacht unter den Disco-Kugeln begeben. Entspanntes Mitwippen, Abtanzen oder völlige Ekstase? Alles ist drin…

Für alle Freunde anspruchsvoller Club-Musik ist die Compilation LE CHIC CLUB 4 ein überaus zuverlässiger Lotse durch die Nacht. Mit einem soulfoul-housigen Einstieg nimmt sie an die Hand und führt zielsicher und bestimmt voran Richtung Party. Dafür sorgen Künstler wie Ben Westbeech, Chris Lake, Goldfrapp, Oliver Koletzki oder ITB mit einem exklusiv für die LE CHIC CLUB 4 gefertigten Remix von Hattlers „Someone Alive“. LE CHIC CLUB 4 – klingt wie das Versprechen einer verheißungsvollen Nacht. Hit it!

LE CHIC CLUB 4 – soulful dance music: mixed & compiled by: Pete Rivera a.k.a. Rivera Rotation und Max DISKO & Tim TABEL vom wavemusic.sound.collective.

Die Compilation Serie „Le Chic Club“ Music needs Soul and Soul needs Beat. Mit der LE CHIC CLUB Serie widmet sich wavemusic der feinen Form der Club Music. Ob Soulful- oder Deep House, Disco-Beat oder Tech-House, die LE CHIC CLUB zeichnet abseits der Großraumdisco ein Bild der aktuellen Clublandschaft. Das funktioniert am Strand, zuhause, im Büro oder einfach jetzt und hier!

LE CHIC CLUB 4 Tracklisting:
1. QUENTIN HARRIS & ULTRA NATÉ – Give It 2 U (Illfonics’ Type Ill Mix)
2. ZIGGY FUNK feat. TALIWA – Everyday (Yass Classic Mix)
3. BEN WESTBEECH – Falling (Original Extended Mix)
4. COOL MILLION – Musiq (Rivera Rotation Remix)
5. CHRIS LAKE – Secrets In The Dark (Hector Couto Remix)
6. OLIVER KOLETZKI & FRAN – Arrow And Bow (Oliver Koletzki Remix)
7. TRACKS – Long Train Running (Misteralf Dub Mix)
8. HATTLER – Someone Alive (ITB Remix)
9. DENNIS FERRER – Hey Hey (Tom De Neef Remix)
10. HUSKY – Bringin’ It Back (Husky’s RSR Rub)
11. GOLDFRAPP – Believer (Joris Voorn Remix)
12. BEN WATT feat. JULIA BIEL – Guinea Pig (Vocal Variation)
13. TRACEY THORN – Why Does The Wind? (Morgan Geist Remix)
14. FRED EVERYTHING – Don’t Nobody (Hot Toddy Remix)
15. HOT TODDY – Down To Love (Shiny Objects Remix)

Art of Beatbox – Album

Wir erinnern uns: einem der viel zu wenig beachteten Elemente des Hip-Hop wieder die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die es verdient – so lautete das Ziel.

Art of Beatbox Album "Artcore"
Der Name des Künstlers ist dabei Programm. Es geht um Art of Beatbox und den Beweis, dass Vielfalt und Vielseitigkeit nicht nur bereits etablierten Musikrichtungen vorbehalten ist.

Nachdem die Single „Was wäre wenn?“ feat. P!Jay bereits erfolgreich seine Videopremiere auf YouTube () gefeiert hat, steht nun das Album des Hamburgers in den Startlöchern.

ARTcore“ erscheint am 11. April 2011 und beeindruckt nicht nur mit einem internationalen Spektrum an Featuregästen aus Deutschland, Polen und den USA (Grand Agent, Declaime, TemmyTon, VIBEKINGz u.a.). Es ist das erste Produzenten-Album eines Beatboxers in Deutschland!

Hört bereits jetzt in den aktuellen Promomix rein, der einen kurzen akustischen Überblick über die Albumtracks gibt.

Außerdem ist nun der Albumtrailer online, mit allen wissenswerten Fakten rund um „ARTcore“ und seine Featuregäste.

Spätestens am 11. April sollten dann auch die letzten Zweifel daran, ob Beatbox wirklich radiotauglich sein kann, aus dem Weg geräumt sein. Ein Album, mehr als 10 ausschließlich mit dem Mund produzierte Tracks und ein Name: Art of Beatbox.

Asaf-Avidan-The-Mojos CD Cover

Asaf Avidan & The Mojos

In ihrer Heimat Israel sind Asaf Avidan & The Mojos längst ein TOP-Act mit Goldstatus und Charterfolgen. Schnell schafften sie es vom Newcomer zu einer Band deren Konzerte heute Wochen im voraus ausverkauft sind.

Asaf-Avidan-The-Mojos CD Cover
Asaf Avidan & The Mojos proudly present ”Poor Boy / Lucky Man
Bereits mit dem Debüt des Quintetts „The Reckoning“, das 2010 auch in Deutschland erschien, gelang den Musikern fern von Majorvertrag und Pressehype der Durchbruch.

Inzwischen haben auch die Medien und Musikliebhaber des Okzidents den talentierten Sänger, Songwriter und Gitarristen mit der außergewöhnlichen Stimme für sich entdeckt. Nach MTV-Award-Nominierungen, zahlreichen Festivalauftritten und Tourneen in Europa und den USA erscheint im April 2011 das Follow-Up „Poor Boy / Lucky Man“.

Die Arbeit daran hatte bereits in der Endphase der Produktion des Debütalbums „The Reckoning“ (2008) der Mojos begonnen. Wieder zeigte sich der unbändige Drang des 29-Jährigen Erlebnisse und Erfahrungen musikalisch zu verarbeiten, seine Gefühle in Worte zu fassen – sie regelrecht Herauszuschreien. Bereits frühzeitig hatte Avidan festgestellt, dass in Worte gefasste Emotionen Erleichterung bringen. Aus einer gescheiterten Beziehung heraus griff er vor fast fünf Jahren zur Gitarre und fand in der Musik seinen (gleichwohl preiswerteren) Therapieersatz. „Ich schrieb Songs, konnte aber den Schmerz, um den es ging, nicht richtig nachempfinden. Ich wollte meine Stimme zerreißen, genauso, wie es mein Inneres zerrissen hatte. Ich wanderte also auf der Gitarre immer höher und höher, bis mich das Singen fast physisch schmerzte.“ Das unverkennbare Merkmal von Asaf Avidan war geboren: seine Stimme. Vergleiche von Janis Joplin bis Robert Plant wurden um sie bemüht – teilweise richtig und doch hinkend. „Am Anfang haben mich diese ganzen Vergleiche mit Janis Joplin und Robert Plant ziemlich verunsichert. Mittlerweile habe ich aber gelernt, damit umzugehen“, sagt er in aller Bescheidenheit.

Internationale Aufmerksamkeit

Asafs sirenenartige, zuweilen androgyne Stimme bleibt neben dem Irokesenschnitt Erkennungsmerkmal des Sängers, der trotz seiner großen Erfolge zu Hause ohne Starallüren daher kommt. Sie lässt aufhorchen – verleiht den ohnehin emotionalen Texten des Sängers eine zusätzliche Dramatik und Intensität. „Wenn Asaf zu singen beginnt, dann reiben sich die Zuschauer ungläubig die Augen – es entsteht eine Magie, welche während des gesamten Auftritts anhält und die Seele eines jeden Zuschauers zutiefst berührt“, resümiert die Presse.

Zu der gehören inzwischen auch so renommierte Blätter wie der Rolling Stone oder ARTE TV. Längst haben sich die energetischen Live-Shows des Sängers herumgesprochen, denn „Asaf Avidan & The Mojos überstrahlen jedes Genre“ (Pennyblack, UK). Vor allem in Frankreich haben sie sich inzwischen eine treue Fangemeinde erspielt und traten letztes Jahr zur Abschlussfeier der renommierten Filmfestspiele in Cannes auf. Ihr Song „Weak“ vom Debütalbum „The Reckoning“ findet sich auf dem Soundtrack des Films „The Tree“ von Julie Bertucelli mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle.

Aber auch das Taubertal-Festival, der WDR Rockpalast, das Paleo Festival, die New Yorker Carnegie Hall oder das größte Festival Chinas standen auf dem Tourplan der Band. Morrissey wählte Asaf Avidan als special guest für sein Israelkonzert im Sommer 2008, da auch er von den musikalischen Qualitäten des Sängers beeindruck war.

„Poor Boy / Lucky Man“

Während die Lieder auf Asafs Solo-Debüt-EP „Now That You’re Leaving“ (2006) noch ganz unmissverständlich das Ende einer Liebesbeziehung zum Thema gehabt hatte und das Erstlingswerk mit The Mojos, eine Lebensphase mit diversen Fällen von Liebeskummer beschreibt, versuchte Asaf diesmal, sich selbst besser kennen zu lernen. „Das ganze Konzept von „Poor Boy / Lucky Man“ ist die Darstellung einer emotional zurückgebliebenen Person durch verschiedene Charaktere, die sie symbolisieren“, sagt Avidan über das bereits Ende 2009 in Israel erschienene Album.

So begegnen wir, einem Clown, dem Teufel und einem Geist. Avidan, dessen Songs stets sein Innerstes nach außen kehren, ergründet auf dem neuen Album jenen Menschen, der ihm so fremd ist wie sonst keiner: Er selbst. „Die Frau, der Berg, Ich, der Geliebte – das sind alles unterschiedliche Facetten meiner Persönlichkeit“, sagt Avidan. „Ich ist ein kleines Wort für eine große Sache. Auf Englisch gibt es zum Glück kein Geschlecht, wie im Hebräischen oder im Deutschen, deswegen rede ich oft aus unterschiedlichen Perspektiven mit mir selbst.“ Metaphern ermöglichen dem Zuhörer ganz unterschiedliche und eigene Interpretationen – schaffen Bilder, die musikalisch unterstrichen werden.

„Ich kann sagen, mir geht es schlecht und du wirst das verstehen. Aber wenn ich sage, dass mir die Eingeweide rausgerissen wurden, auf den Boden geworfen und dass ein Elefant darauf trat, verstehst du nicht nur, sondern fühlst, was ich fühle.“ Auch hier liegt eines der großen Talente von Avidan.

„Poor Boy / Lucky Man“ handelt vom Akzeptieren der Tatsache, dass es neben den hellen und freundlichen Seiten auch finstere Winkel in der eigenen Persönlichkeit gibt. Es beschreibt die Einsicht, dass es kein absolutes Gut und Böse gibt. Dass das Leben als Erwachsener viel komplexer ist und aus einer Verkettung endlosen Graustufen besteht.

Neue musikalische Herausforderungen

Musikalisch haben Asaf Avidan & The Mojos nicht versucht, einfach an den Erfolg des Vorgängers anzuknüpfen und den Sound von „The Reckoning“ zu wiederholen. Wenngleich jeder Song von Asaf Avidan geschrieben, wurden sie in akribischer Detailarbeit zusammen mit der Band arrangiert, um die Essenz der Ursprungsidee möglichst exakt heraus zu arbeiten. Mit dem Erfolg der letzten Jahre, den vielen Wochen, die man auf Tour zusammen verbrachte, ist die Band regelrecht zu einer Familie zusammengewachsen.

„Hadas, Yoni, Roi and Ran sind Haut, Muskeln und Venen des Körpers meiner Musik“, sagt Asaf über seine Mojos. „Ohne sie, wäre der größte Teil von dem, der ich heute bin, nicht möglich gewesen.“ Somit zollt „Poor Boy / Lucky Man“ auch den einzelnen Musikern Tribut, die jeweils ihre ganz eigene Sensibilität und Instrument zur Gesamtheit des Albums beitrugen.

Wo ihre angestammten Instrumente nicht ausreichten, kamen ganz einfach neue zum Einsatz. So vergrößerte sich nach und nach das Instrumentarium der Band, vom Xylophon über Mandoline, bis hin zur Melodica und Harfe – keine Idee blieb unversucht. Hadas Kleinman übernimmt dabei mit ihrem zauberhaften Cello einen kongenialen Melodiepart, in dem man sich wunderschön selbst verlieren kann.

Musikalisch facettenreich spannt das Quintett den Bogen von Old School Blues, Folk und Rock’n‘Roll bis Indie-Rock und Americana. Verlieren sich gleichermaßen in 70er Romantik, gepaart mit klassischen Elementen und ausgelassener Zirkusmusik, wie sie sphärischen Rockklängen und verträumten Balladen Platz einräumen.

Asaf-Avidan-The-Mojos-Band Foto
Asaf Avidan & The Mojos
Bei „The Ghost of a Thousand Little Lies“ wagen sie sogar einen Ausflug in Richtung Jazz um den Hörer anschließend mit straightem Rock von Stuhl zu reißen. Erneut besticht Asaf Avidan nicht nur mit seiner Falsettstimme, sondern durch spannendes Songwriting mit Überraschungsmomenten und viel Tiefe.

Wenngleich durch den kommerziellen Erfolg des Albums „The Reckoning“ das Independent-Label der Band, in der Lage war, für die Produktion von „Poor Boy / Lucky Man“ wesentlich bessere und vielseitigere Aufnahme-Möglichkeiten auszuprobieren, entschied man sich für die Produktion am gleichen Ort (den Ogen-Studios, in einem Kibbutz nördlich von Tel Aviv) mit der gleichen Crew.

Die Produktion des Albums teilten sich einmal mehr Ori Winokur, der neben seiner Arbeit als Produzent auch mit seiner eigenen Band Coolooloosh arbeitet, und Asaf Avidan. Zum Mastern wählte man jedoch die legendären „Abbey Road Studios“ in London und Steve Rook (Teenage Fanclub, Beatles Re-mastering, Ultravox, Killing Joke).

Zwei Perspektiven Mit dem Albumtitel „Poor Boy/Lucky Man“ unterstreicht Avidan, dass er es dem Betrachter überlassen will, wie er die Realität individuell wahrnimmt und Situationen unterschiedlich bewertet. So wie das Gute und das Schlechte nicht fern voneinander sind und im Auge des Betrachters liegen, erschien das Album in einer zweifachen Ausgabe, mit zwei unterschiedlichen Covern und Titeln. „Das Publikum soll entscheiden, ob die Person, über die das Album berichtet, ihrer Meinung nach ein ‚Poor Boy’ oder ein ‚Lucky Man’ ist“, sagt Asaf.

Asaf Avidan

Eigentlich hält der Sänger Privates gern im Hintergrund, will seine Musik für ihn sprechen lassen – gibt durch sie bereits viel aus seinem Inneren preis. Dass er 1980 in Jerusalem geboren wurde, ist für ihn nur eine Randnotiz. „Ich bin zufällig Israeli, so wie Augen zufällig blau sind. Wir trinken aus dem kulturellen Brunnen unserer Historie, aber unsere Musik ist universell“, sagt er.

Seine Eltern, beide Diplomaten, nahmen ihn in jungen Jahren mit nach New York und Jamaika, fast seine gesamte Kindheit verbrachte er im Ausland. Die Eltern hatten jene Plattensammlung, die sich in der Musik ihres Sprösslings widerspiegelt.

„Anfang der Neunziger liebte ich Nirvana, Soundgarden und Pearl Jam – und fand im Schrank meiner Eltern die Ursprünge dieser Musik. Du hörst also Zeppelin, Hendrix, Joplin. Und dann gehst du weiter zurück und findest Muddy Waters, John Lee Hooker und Billie Holiday. Das alles hängt zusammen.“

Zurück in Israel studiert er zunächst Film in Tel Aviv und Jerusalem, wurde schnell zum gefragten Spezialisten für Animation. Noch heute, für die Arbeit an den Videoclips für die Band, kann er von diesen Fähigkeiten zehren.

Asafs Werke wurden auf Festivals herumgereicht, es hagelte Preise. Doch schnell hatte er genug vom Film, schmiss die Karriere hin und griff zur Gitarre. Aus einer tiefen Krise heraus entstand seine erste EP und Asaf Avidan tingelte als Solokünstler durch die Clubs und Bars seiner Heimat.

Obwohl die Medien dem Englischsingenden Musiker keine Beachtung schenkten, verbreitet sich die Kunde von dem Sänger mit der außergewöhnlichen Stimme rasend schnell im Land. „Erfolg war nie das Ziel. Er ist nur ein Werkzeug, mit dessen Hilfe wir tun können, was wir wollen“, sagt er heute.

Asaf Avidan & the Mojos – Poor Boy / Lucky Man – credits:
Lyrics and music by Asaf Avidan Arranged by Asaf Avidan & The Mojos and Ori Winokur Produced & Mixed by Ori Winokur and Asaf Avidan Recorded at Ogen Studio, Israel by Ori Winokur Mastered by Steve Rook at Abbey Road Studios

Asaf Avidan & The Mojos Websites:

www.mymojolove.com | www.myspace.com/findlovenow | www.youtube.com/mymojolove

Asaf Avidan & The Mojos Discography:

2006 “Now That You’re Leaving” (EP, Telmavar Records)
2008 “ The Reckoning” (Telmavar Records), 2010 Columbia/ Sony
2009 “Poor Boy / Lucky Man” (Telmavar Records), 2011 Columbia/ Sony

Tour „Poor Boy / Lucky Man“
präsentiert von Gitarre & Bass – Kulturnews – Melodie & Rhythmus – Rolling Stone

30.04.11 Frankfurt – Nachtleben
02.05.11 München – Ampere
03.05.11 Köln – Gloria
05.05.11 Bielefeld – Forum
07.05.11 Hamburg – Uebel & Gefährlich
09.05.11 Berlin – Frannz Club

Joshua-Redman-James-Farm CD Cover Artwork

James Farm

James Farm könnte eine dieser seltenen Durchbruchs-Bands sein – Miles Davis und Dave Brubeck haben das vor langer Zeit vorgemacht – die auch ein Publikum jenseits der klassischen Jazz-Hörerschaft erreicht.

Joshua-Redman-James-Farm CD Cover Artwork
James Farm: Joshua Redman - Aaron Parks – Matt Penman – Eric Harland

Bereits auf dem Montreal Jazz Festival 2009 betrat eine Formation die Bühne, die beim Publikum und bei der Kritik einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Der erste Auftritt von JAMES FARM fand vor einem ausverkauften Haus statt und führte bei der Presse zu überschwänglichen Lobeshymnen, wie zum Beispiel von All About Jazz: „So viel ist sicher: Hier haben wir absolut professionelle Musiker auf dem Höhepunkt ihres Könnens“.

Saxophonist Joshua Redman, Pianist Aaron Parks, Bassist Matt Penman und Drummer Eric Harland sind JAMES FARM. Ganz unbekannt sind sie natürlich nicht, und ihr bewundernswert tightes Zusammenspiel auf dem Debüt-Album James Farm kommt nicht von Ungefähr.

Denn abgesehen von den vielfältigen Einzelleistungen der Bandmitglieder, glänzten sie auch schon in unterschiedlichen Kombinationen, bei denen sie einander die Taktstöcke in die Hand gaben.

So gehören Redman, Harland und Penman zum SFJazz Collective, das im Zuge eines karitativen Non-Profit-Konzepts unter der Leitung des „Young Lion“ Joshua Redman seit 2004 mit Interpretationen von Ornette Coleman, John Coltrane, Herbie Hancock, Thelonius Monk und vielen weiteren Größen aufwartet.

Nicholas Harland erwies sich zudem in den Bands von Nicholas Payton bis Betty Carter als hervorragender Schlagzeuger, und der New Yorker Bassist Matt Penman brillierte als Sideman bereits auf über 50 Alben mit Gary Bartz, Mark Turner, Madeleine Peyroux und anderen.

Der nicht einmal 30-jährige Aaron Parks engagierte die heutige Rhythmus-Sektion von JAMES FARM schon auf seinem Blue Note-Debüt „Invisible Cinema“ von 2008 und galt als Wunderkind, das mit 14 Jahren erste Meriten einstreichen konnte und schließlich fünf Jahre lang in der Band von Terence Blanchard eine überaus fruchtbare Lehrzeit genoss.

Auf ihrem Debüt orientieren sich JAMES FARM grundsätzlich an der traditionellen akustischen Instrumentierung des Jazz-Quartetts, aber zu ihren Statuten gehört auch die Integration ihrer vielfältigen Einflüsse jenseits des Jazz, sprich: Rock, Soul, Folk, Klassik und Elektronika, die mal mehr, mal weniger subtil ihren Eingang in die Stilistik JAMES FARMs finden.

„In JAMES FARM vereinigen wir unser gemeinsames, kollektives Wissen“, so erklärt Penman. „Wir lassen die besten Ideen aus unseren vielseitigen musikalischen Einflüssen zusammenlaufen, während wir uns auf einer gemeinsamen, substantiellen Ebene begegnen – der Liebe zum Jazz, der Faszination an Song und Struktur, der Besessenheit vom Groove und der Offenheit den zeitgenössischen Einflüssen gegenüber.

JAMES FARM ist eine Band, in der jeder von uns Komponist und Improvisator sein kann, sich im Rhythmus der Zeit bewegt und konstant weiterentwickelt.“

Im kommenden Sommer werden JAMES FARM ihr Repertoire auf einer ausgiebigen US-Tour live präsentieren.

Disney-Jazz-Vol1 CD Cover

Disney Jazz Vol.1

DISNEY JAZZ VOLUME 1: EVERYBODY WANTS TO BE A CAT,
Eine superbe Kollektion von Jazz Stars der Gegenwart, die Disney Klassiker interpretieren.

Disney-Jazz-Vol1 CD Cover
Disney Jazz Vol.1: Everybody Wants To Be A Cat

Berücksichtigt man Walt Disneys Vorliebe für den Jazz der späten 1920er und frühen ‘30er Jahre, wundert es einen nicht, dass nicht wenige Interpreten in späteren Dekaden Interpretationen der populärsten Songs aus seinen Film-Soundtracks aufgenommen haben.

So manches Stück wie beispielsweise “Some Day My Prince Will Come” aus dem 1937er Animationsfilm Snow White and the Seven Dwarfs (Schneewittchen und die sieben Zwerge), wurde bereits zum Great American Songbook Standard Dank der Jazz Künstler, die die Melodie als Plattform für Improvisationen nutzten und nutzen.

Über die Jahre sind Größen wie Bunny Berigan, Artie Shaw, Glenn Miller, Louis Armstrong, Dave Brubeck, Miles Davis und John Coltrane echte Disney Musik Anhänger geworden.

Die Begeisterung für Disneys musikalisches Erbe findet nun ihre Fortsetzung in einer Kopplung mit neu aufgenommenen Songs, Disney Jazz Volume 1: Everybody Wants to Be a Cat, welche von Walt Disney Records auf dem Edel-Label Disney Pearl Series am 29.04.11 veröffentlicht wird.

Produziert von Jason Olaine und unter der technischen Leitung von Joe Ferla, liefert die lebendige 13-Song-Kollektion Darbietungen des Who’s-Who’s der zeitgenössischen Jazz Stars und Entdeckungen wie The Bad Plus Trio, Saxophonist Joshua Redman, Trompeter Roy Hargrove und Mark Rapp, Pianist Alfredo Rodriguez, Gitarristen Kurt Rosenwinkel und Gilad Hekselman, Violinistin Regina Carter, Bassistin/ Sängerin und frisch-gekürte Grammy-Gewinnerin (Best new artist) Esperanza Spalding, und Sängerin Dianne Reeves, Roberta Gambarini und Nikki Yanofsky.

Der erste Künstler, der in das Projekt eingestiegen ist, der Dekan des Jazz Piano, Dave Brubeck, gerade 90 Lenze reich geworden, lieferte gleich zwei Tracks, “Some Day My Prince Will Come” und “Alice in Wonderland,” im Trio mit Gambarini als Sängerin.

Der Titel des Albums ist dem Song “Ev’rybody Wants to Be a Cat,” aus dem Animationsklassiker Aristocats entlehnt, welcher den Auftakt mit einem groovendem Engagement des Hargrove’s Quintet gibt. Passender könnte das Album nicht eingeleitet werden.

Der Ursprung von Disney Jazz Volume 1 liegt 2 Jahre zurück, als Olaine gebeten wurde, die besten und versiertesten Musiker von Heute zusammen zu bringen, um einen echten Disney Klassiker vorzulegen, egal welche Stilrichtung und Arrangements sie wählen. Die sagenhafte Anzahl von nicht weniger als 600 Songs, die Olaine für diesen Auftrag bekam, reichen von legendären Soundtrack-Kompositionen für animierte Klassiker-Juwelen wie Lady and the Tramp (Susi & Strolch) oder abendfüllende Leinwandlegenden wie Mary Poppins bis hin zu den Scores, von aktuelleren Animations-Blockbustern a la Toy Story oder The Lion King (König der Löwen.

“Ich wollte ein Essemble von Persönlichkeiten zusammen bekommen, die einerseits die vielen Spielarten des Jazz repräsentieren, aber auch Künstler wie The Bad Plus für einen abenteuerlichen Ausflug oder Regina Carter für einen World Music-orientierten Ansatz und Joshua Redman für einen runden Sound,” erzählt Olaine, früher A&R Repräsentant für Verve Records und Booker für George Wein’s Jazz Festivals sowie für den San Francisco Jazz Club, Yoshi’s.

“Wir wollten ebenso die Bandbreite und Tiefe, die den Jazz ausmacht, als auch die der Generationen von Größen wie Dave Brubeck, der bereits ein komplettes Album mit Disney Music, Dave Digs Disney, 1957 aufgenommen hat, bis Nikki Yanofsky, der noch Teenager ist, widerspiegeln.”

Olaine bemerkt dass er nicht nur völlige Handlungsfreiheit für die Wahl der Künstler hatte, sondern auch absolute Oberhoheit wie jeder der Darbietenden seinen speziellen Song präsentiert. Der überwiegende Teil wurde in den Avatar Studios in New York aufgenommen. “Es grenzt an ein Wunder, dass wir alle Aufnahmen in einer Zeitspanne von gerade mal einer Woche zusammenbekommen haben,” sagt Olaine. “Wir haben jeden Tag mit einem Teil der Künstler aufgenommen. Sie haben ihre Arrangements eingebracht, von denen manche noch bis auf die letzte Minute bearbeitet wurden, und wir nahmen verschiedene Versionen auf.”

Weitere Aufnahme-Sessions fanden aus terminlichen Gründen außerhalb New Yorks statt. Redmans Darbietung von “You’ve Got a Friend in Me,” den Randy Newman für Toy Story geschrieben hat, wurde vor einem seiner Auftritte im Yoshi’s in Oakland aufgenommen. Yanofsky nahm “It’s a Small World” in ihrer Heimat Kanada auf, Rosenwinkel nutze ein deutsches Studio um “Free the Birds (Tuppence a Bag)” aus Mary Poppins einzuspielen, und Rodriguez steuerte seine Version von “The Bare Necessities” aus The Jungle Book (Das Dschungelbuch) aus den Los Angeles Studio, produziert von seinem Mentor, Quincy Jones.

In den Linernotes des Albums preist Ashley Kahn die Qualität und das Können der vertretenen Künstler in höchstem Maße: “Es ist außerordentlich selten, dieses Maß an Talent auf einem Jazz Album zu finden. Wenn jemand nach dem exakten Maßstab für die zeitgenössische Szene in allen ihren Geschmacksrichtungen und Formen sucht, findet er ihn auf dieser CD wieder.”

Kahn fasst in seinen Begleittext zusammen, dass die gesamte vielfältige Jazz-Session der Disney Songs ein berauschendes Fest von Sound, Lyric und Melodie abfeiert, welches einmal mehr herausstellt, wie diese Melodien die Magie der Improvisation freisetzen. Disney und Jazz?…sind alte Freunde. Zwei Katzen, die von jeher ausersehen sind zusammen zu swingen.

Disney Jazz Volume 1: Everybody Wants to Be a Cat wird ab 29.04.11 überall im Handel erhältlich sein. Mehr Informationen zu Walt Disney Records’ Veröffentlichungen sind auch auf Disney.com/music zu finden, man kann Fan auf Facebook.com/disneymusic werden oder auf Twitter.com/disneymusic folgen.

Produziert von Jason Olaine mit Liner Notes von Ashley Kahn. Die 13-Track Kollektion enthält erhabene Versionen von Dave Brubeck, der Frisch-gebackenen Grammy-Gewinnerin Esperanza Spalding, Roy Hargrove, Joshua Redman, The Bad Plus, Dianne Reeves, Regina Carter, Nikki Yanofsky und Andere.

Ambrose-Akinmusire CD Cover Artworks

Ambrose Akinmusire „When The Heart Emerges Glistening“

By the time the lone standard “What’s New?” arrives with a wink 11 tracks into trumpeter-composer Ambrose Akinmusire’s tour de force Blue Note debut When The Heart Emerges Glistening, the song’s title has become a rhetorical question.

Ambrose-Akinmusire CD Cover Artworks
Ambrose Akinmusire – "When The Heart Emerges Glistening"
The unneeded answer: Everything. Akinmusire has delivered nothing less than a manifesto, a Search for the New Land, a personal statement of such clarity and vision that it’s bound to turn heads around towards this startlingly fresh young talent.

Co-produced by Akinmusire and his label mate and mentor Jason Moran, the album’s 12 songs (10 of which were composed by Akinmusire) feature the 28-year-old trumpeter’s young quintet (tenor saxophonist Walter Smith III, pianist Gerald Clayton, bassist Harish Raghavan, and drummer Justin Brown), a close-knit group of longtime friends and frequent collaborators that breathes a remarkable collective identity. The New York Times wrote that the quintet “seems destined for much wider recognition,” and described their unique sound as “limber, straight-ahead jazz with mystery and pop instincts that gets around most of the old, pervasive mainstream influences, both of trumpet playing and bandleading.”

The Los Angeles Times recently named Akinmusire one of their 2011 “Faces to Watch,” and offered this descriptive of the quintet’s recent LA performance: “Akinmusire and his band demonstrated a remarkably fluid, adventurous interplay and patiently imaginative way with melody that sounded as steeped in the music’s history as it was hard-wired with the sound of something new. With a chameleonic tone that can sigh, flutter or soar, Akinmusire sounds less like a rising star than one that was already at great heights and just waiting to be discovered.”

The discovery of Ambrose Akinmusire (pronounced ah-kin-MOO-sir-ee) has been a slow and steady process. Born and raised in Oakland, California, it was as a member of the Berkeley High School Jazz Ensemble that Akinmusire first caught the attention of a discerning ear. Saxophonist Steve Coleman was visiting the school to give a workshop and immediately heard promise in the young trumpeter, eventually hiring him as a member of his Five Elements band and embarking on an extensive European tour when Akinmusire was just 19.

The experience proved life-changing. Coleman—considered by many to be the spiritual godfather of the current creative jazz scene—challenged Akinmusire on and off the stage. “Ambrose, what’s your concept?” Akinmusire remembers Coleman asking him on a train ride through Germany. “Concept? I’m 19, I don’t need a concept. It’ll just come one day,” shrugged Akinmusire, raising the saxophonist’s ire. “He really laid in on me. I’ll never forget it,” he recalls. “You’ve got to start thinking about it now,” Coleman told him. “Everything you don’t love, make sure that’s not in your playing.”

Akinmusire took the advice to heart, and returned to his studies at the Manhattan School of Music determined to discover his own voice. “When I got back to school I wrote a list,” he explains. “It was very specific, it had things on it like ‘I don’t want to be confined by my instrument’ or ‘I want to have a sound like a French Horn player.’ It had harmonic concepts on it. I posted it on my wall so every day I was reminded of it. It caused me a lot of trouble because if a teacher told me to do something and it didn’t really fit what was on that list I didn’t listen to them. It really made me learn who I was because I had to defend that every day.”

After returning to the West Coast to pursue a master’s degree at the University of Southern California, Akinmusire went on to attend the Thelonious Monk Institute of Jazz in Los Angeles, an experience that began to bring his quest into clearer focus. “I went from being the oddball to being surrounded by people who were just like me and having teachers that were stressing [individuality] like Terence [Blanchard], Herbie [Hancock], and Wayne [Shorter]. I learned a lot from Terence. He really got me to be 100% comfortable in the things I was hearing in my head. After the Monk Institute it was just me going for my own sound and my own concept.”

2007 was a pivotal year for Akinmusire. He entered and won the prestigious Thelonious Monk International Jazz Competition from a panel of judges that included Blanchard, Quincy Jones, Herb Alpert, Hugh Masekela, Clark Terry and Roy Hargrove. That year he also won the Carmine Caruso International Jazz Trumpet Solo Competition and released his debut recording Prelude…To Cora on the Fresh Sound New Talent label. He moved back to New York City and began performing with the likes of Vijay Iyer, Aaron Parks, Esperanza Spalding, and Jason Moran, taking part in Moran’s innovative multimedia concert event In My Mind: Monk At Town Hall, 1957. It was also during this time that he first caught the attention of another discerning set of ears, those of Bruce Lundvall, President of Blue Note Records.

“I’ve been following Ambrose for a while, and I believe he is the kind of musician that jazz needs more of,” states Lundvall. “He’s finding a very distinctive voice on his instrument, has a fantastic sense of adventure, and is dedicated to pushing the music forward.”

Lundvall signed Akinmusire, and in September 2010 the trumpeter brought his quintet into Brooklyn Studios to begin recording. Bringing Moran on board as co-producer was a natural choice. “Over the years not only has he been a musician and an artist that I’ve looked up to but he’s been one of the most blunt and honest people I’ve ever met in my life, and I just wanted that type of energy in the studio,” explains Akinmusire. “He’s also one of the few musicians that on every record he’s given 100% and that’s what I was striving for. He’s the guy that people of my generation really look up to right now. I think knowing that he was in the control booth made everyone play harder and reach for things that we maybe would not have reached for.”

The album’s opening track “Confessions to My Unborn Daughter” immediately establishes several of the quintet’s hallmarks including their striking juxtaposition of bombast and beauty, with searing solos turning on a dime to reveal moments of touching tenderness, and the profound frontline interplay between Akinmusire and Smith. The way the two intuitively trade lines back-and-forth, finishing each other’s musical sentences, is surely a result of the 12 years that they’ve been making music together. “He and I never have any musical conversations,” says Akinmusire. “It’s amazing, it feels like he’s part of my brain and I’m part of his. I know exactly what he’s thinking, what note he’s going to end on, when he’s going to play something, when he’s going to stop.”

“Confessions” also reveals Akinmusire’s penchant for intriguing song titles, as does the album’s penultimate track “Tear Stained Suicide Manifesto” (which features Moran on piano). The titles are secret clues to elaborate storylines that he constructs as inspiration for his composing process. “I always put the title first before I write one note,” he explains. “I need a whole story to have the format for a composition.”

However, some of Akinmusire’s compositions do have explicit references. “The Walls of Lechuguilla” refers to the extensive cave system in New Mexico known for the rarity and unusual beauty of its geological formations. “Every day I practice in front of a documentary because I do long tone for an hour and a half and I have to have something in front of me. This time I was checking out the Planet Earth series on BBC and they went down into this cave that nobody had ever gone into. They shine the light on the walls, and it was the most beautiful thing I had ever seen in my life, and so I immediately started writing that tune and it came out just like that from beginning to end.”

“My Name Is Oscar” is a powerful piece that features Akinmusire’s spoken voice backed solely by Brown’s relentless drums. Oscar is Oscar Grant, the unarmed 22-year-old African American man who was shot and killed by a transit officer on New Year’s Eve in 2009 in Akinmusire’s hometown of Oakland. “I just want people to know the story. I don’t want it to become this ‘f*ck the police’ anthem,’” he says. “Every time I go back home I’m reminded of it, people still talk about it, it’s still such a big thing because he got off with just two years, he didn’t get charged with murder. It just really resonates with me because I feel like it could have been me or anyone. The piece begins with me observing what happens, then me talking in the voice of Oscar Grant himself.”

“Ayneh (Cora)” and “Ayneh (Campbell)” are two delicate interludes that are dedicated to Akinmusire’s mother. “’Ayneh’ in Farsi means ‘mirror’ but more related to ‘reflection’ and I just wanted to write a piece that felt like an exhale, it’s a relaxing thing,” he says. “Then I flipped the song around, so the first bar I wrote is the last bar, so I flipped the title around and called it ‘Henya,’” which coincidentally in the Hebrew language is a name that translates as “Grace of God.”

As for “What’s New?” it isn’t meant to be entirely ironic, Akinmusire says. “Clifford Brown is one of my favorite trumpet players, and his version of that is just so amazing. So it was sort of a tribute to him, but also just in case you’re doubting that I have any type of tradition, there’s this.”

“When The Heart Emerges Glistening refers to being present, emotionally invested, honest—not exclusively in our art, but in every act of expression,” Akinmusire says in explaining the album’s title. “It’s about parting our chests to reveal ourselves to one another and to ourselves, to reflect honestly the ‘everything’ of us—the ugly, the changing, the vulnerable, the fierce, the solid, the safe. The heart ‘glistens’ because it is wet, it is fresh. With every act of expression, it is a newly excavated heart, so that through listening closely, we are ultimately chronicling every present moment, and constantly re-examining our changing selves. In bearing ourselves this way, we connect more deeply with one another. The many sides of the album itself are a testament to our complexity and uniqueness as individuals, and the imperative to bare and explore honestly every coexisting side of us.”

ERKKI MELARTIN THE SOLO PIANO WORKS MARIA LETTBERG Cd Cover

ERKKI MELARTIN THE SOLO PIANO WORKS MARIA LETTBERG

Für ErFür Erkki Melartin (1875– 1937) war Komponieren das Ein und Alles im Leben, und er betrachtete diese Tätigkeit als seine einzige wahre Berufung. „Komponieren zu können, das ist mein tägliches Gebet“ schrieb er während der Genesungsphase nach überstandener Tuberkuloseerkrankung.

ERKKI MELARTIN THE SOLO PIANO WORKS MARIA LETTBERG Cd Cover
ERKKI MELARTIN THE SOLO PIANO WORKS MARIA LETTBERG

„Ich kann ganz einfach dem inneren Druck nicht standhalten ohne zu explodieren, wenn ich nicht in der Lage bin, Musik nieder zuschreiben“ klagte er in einer ausgesprochen arbeitsreichen Phase als Dirigent. Dieser Leidenschaft blieb er bis zum Ende treu.

Er hörte nicht auf die Ratschläge seiner Ärzte, sondern stand nur wenige Wochen vor seinem Tod leise auf und versperrte heimlich die Tür zu seinem Arbeitszimmer um in Ruhe komponieren zu können.

Nichtsdestotrotz gelang es Melartin, seine lebenslange Mission mit zahlreichen anderen beruflichen Aktivitäten in Einklang zu bringen. Von 1908 bis 1911 war er Dirigent des Viipuri (Vyborg) Orchesters und widmete sich beinahe 30 Jahre lang der Vermittlung von Musiktheorie. 25 Jahre war er dem Helsinki Music Institute, der heutigen Sibelius Akademie, als Direktor und Professor für Komposition verbunden.

Melartin war eine fesselnde und vielbegabte Persönlichkeit. Seine Hobbys reichten von Zeichnen und Malen über Fotografie und Kunstgeschichte, Literatur, Sprachen bis zur Gärtnerei; seine intensive Reisetätigkeit bleibt dabei noch völlig unerwähnt.

Auch war er ein passionierter Sammler von Briefmarken, Ex Libris und Postkarten. Idealismus und eine strenge Moral bestimmten sein Weltbild und in seinen späten Jahren widmete er sich nicht nur der Theosophie sondern auch der indischen Philosophie und dem Mystizismus. Melartin wurde 1875 in Käkisalmi (Kexholm), einer karelischen Stadt am Ladoga See in Finnland geboren. Später, während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet der Sowjetunion zugeschlagen.

Er studierte Komposition bei denselben Lehrern wie sein zehn Jahre ältere Zeitgenosse Jean Sibelius: bei Martin Wegelius 1892-1899 in Helsinki und bei Robert Fuchs 1899-1901 in Wien.

Bald machte er sich einen Namen als Komponist von Klavierstücken, Solos, Begleitmusik und Kammermusik. Endgültig schaffte er den Durchbruch in Finnland mit seiner Bühnenmusik für Dornröschen 1904 und seinen ersten drei Sinfonien, die 1903, 1905 und 1907 uraufgeführt wurden.

Bis zu den 1910er Jahren kann man ihn eigentlich neben Sibelius als den einzigen Sinfoniker Finnlands bezeichnen. In seinem kompositorischen Schaffen war Melartin vielseitig und ausgesprochen produktiv: sechs Sinfonien, die Oper Aino und das Ballet Die blaue Perle, ein Violinkonzert, sinfonische Gedichte, Orchestersuiten und eine Vielzahl an Instrumentalund Gesangsstücken.

Es ist zutreffend, dass seine Musik oftmals von der National-Romantik und Einflüssen lyrischer Finnischer Volksmusik geprägt ist, es finden sich aber auch spätromantisch expressionistische Elemente, sowie Einflüsse aus Symbolismus und Impressionismus. Seine späteren Werke zeigen auch eine klar modernistische Prägung. Melartin selbst spielte Klavier, wobei er weniger als Solist sondern vielmehr als Liedbegleiter und als Experte für freie Improvisation in Erscheinung trat. Melartins Klaviermusik ist stark in der lyrischen nordischen Tradition im Geiste Griegs verwurzelt.

Im Vergleich zum dunklen nordischen Ton von Sibelius finden sich in Melartins musikalischem Idiom oft leichtere und flüchtigere Färbungen. Generell scheint ein Charakteristikum von Melartins Klavierstücken die Synthese von nordischem Impressionismus, Spätromantik und Russischer Moderne zu sein. Melartin war völlig zweisprachig. Er benannte seine Werke oft abwechselnd auf Finnisch oder Schwe-disch, sofern er nicht deutsche oder klassisch italienische und französische Titel verwendete. In dieser Aufnahme sind die Titel von Melartins Klavierstücken auf Finnisch oder Schwedisch, Deutsch und Englisch angegeben.

Späne I [Lastuja I], Op. 7 (1898– 1900) ist eine Sammlung von sechs Charakterstücken oder „Lieder ohne Worte“ für Klavier. Der Titel Lastuja bezieht sich auf eine Reihe nicht zusammenhängender lyrischer Gedanken oder kurzer Novellen der Finnischen nationalromantischen Literatur. Jedes der Stücke dieser Sammlung basiert auf einem poetischen Text und machte Melartins Namen dank der darin enthaltenen aufrichtigen vaterländischen Gefühle in Finnland weithin bekannt.

Legende II, Op 12 (1900) wurde in Wien komponiert, wobei ein Grossteil des Materials dafür aus einer von Melartin geschriebenen Begleitmusik zu einem symbolistischen Stück von G. Hauptmann stammte. In dem Werk findet sich viel virtuose und jugendliche Romantik, was es schon zu Lebzeiten Melartins bei Klavierschülern beliebt machte. Der Garten der Melancholie [Surullinen puutarha], Op. 52 (1908) ist eine der besten lyrischen Kompositionen Melartins, der das Stück ursprünglich für Orchester geplant hatte.

Die fünf impressionistischen Musikgedichte entstanden in Viipuri (Vyborg) zu einer Zeit als Melartins Leben von tief empfundener Enttäuschung und Einsamkeit geprägt war. Dem ungeachtet widmete Melartin das Meisterwerk seinem Zeitgenossen Jean Sibelius, dem „lieben großen Bruder Jean“, dem er in einem Brief seine besten Grüsse und Worte der Bewunderung schickte. In seiner Antwort zeigte sich Sibelius sehr stolz über Melartins edle Geste: „Ich danke Ihnen für die Suite, den Brief und die liebenswürdigen Worte.

Diese Suite ist eine hervorragende poetische Arbeit. Sie haben eine ausgesprochen geschickte Form gefunden Einsamkeit auszudrücken. Ich verstehe Sie sehr gut.“ Der Zyklus hat inneren Pathos und Virtuosität und repräsentierte zu jener Zeit in Finnland eine neue musikalische Form, mit Ganztönen und unkonventionellen Harmonien. Lyrische Stücke für Klavier, Op. 59 (1909) ist eine Sammlung von fünf klassisch betitelten Stücken für Piano, entstanden in Viipuri (Vyborg).

Der Charme dieser „Albumblätter“ wurde von Klavierschülern und Amateuren in Finnland erkannt und geschätzt. Viele der Stücke sind seinen musikbegeisterten Freunden oder bewundernswerten jungen Damen der örtlichen High Society gewidmet.

Der geheimnisvolle Wald [Den hemlighetsfulla skogen], Op. 118 (veröffentlicht 1923) ist ein exquisiter Zyklus impressionistischer Bilder. Er ist mit effektvoller Pianotechnik und recht modernen Ideen angereichert, die von der eigensinnigen Wiederholung bis zur fragmentarischen Ausdrucksweise, der gleichzeitigen Verwendung hoher und niedriger Stimmlagen, Halb- und Ganztönen, Tritonus und Flageoletti reichen.

Sechs Klavierstücke, Op. 123 (1924-25) ist eine Sammlung von Werken, in denen Melartin zu einem traditionalistischerem Klavierspiel zurückgefunden hat, ohne jedoch dabei etwas von seiner individuellen Note und musikalischen Qualität zu verlieren.

Die Komposition enthält viel frische und natürlich fließende Musik, in manchen Teilen aber auch Chromatik und selbstständige moderne Harmonien. 24 Preludes Op. 85 (1913–1920). In seinen 24 Preludes verbindet Melartin die Traditionen vieler Klavierkomponisten, vielleicht als Antwort auf eine Herausforderung durch seinen Finnischen Kollegen Selim Palmgren, einem auf Klaviermusik spezialisiertem Zeitgenossen, der seine eigenen 24 Preludes bereits 1907 geschrieben hatte.

Melartin begann 1913 mit der Arbeit, es sollte jedoch sieben Jahre dauern den Zyklus abzuschließen. Stilistisch sind die Preludes sowohl den klassischen und romantischen Modellen verbunden, als auch Debussy, Ravel, Scriabin und Sibelius verpflichtet. Jede Prelude besitzt einen deskriptiven Titel, der die musikalische Idee – wie zum Beispiel ‚Japanische Kirschblüte’ oder ‚Herbstnacht’ – widerspiegelt. Die Preludes erhielten in den 1920er Jahren sehr gute Rezensionen, unter anderem von Deutschen Kritikern. Noli me tangere, Op. 87 (1914), bedeutet „Rühr mich nicht an“ und bezeichnet einen Zyklus von fünf Bildern, die oftmals zu Melartins besten Arbeiten für Klavier gezählt werden.

Die kurzen Stücke sind eindeutig im mehr oder weniger asketischen skandinavischen Impressionismus beheimatet. Zusätzlich entwickeln einige der Stücke recht moderne dissonante Harmonien oder zeigen sogar atonale Elemente. Die Stimmung ist von introvertierter Melancholie und Trostlosigkeit gekennzeichnet. Legende I , Op. 6 (1898) war lange Zeit eines von Melartins beliebtesten Klavierstücken. Seine Wurzeln hat das Stück im lyrischen nordischen Ton, da Melartin in seinen frühen Jahren ein großer Bewunderer Griegs gewesen war. Melartin verwendet darin bisweilen feine modale Harmonien, öffnet aber im Mittelteil sein junges Herz ganz dem romantischen Pathos.

Sonate I (Fantasia apocaliptica per il pianoforte), Op. 111 (1920) ist Melartins umfangreichste Arbeit für Piano und kann als sein Hauptwerk im Bereich Klavierkomposition angesehen werden. 1921 schrieb der Komponist selbst, dass er ‚eine wilde apokalyptische Fantasie’ geschaffen habe, ‚deren moderner Geist sogar den drei Menschen zu stark ist, die das Stück jemals einstudiert haben’.

Tatsächlich geriet die ausgesprochen expressive und expressionistische Sonate für Jahrzehnte praktisch in Vergessenheit. In finnischen Musikerkreisen wurde die nicht publizierte Sonate mit all ihrer apokalyptischen und phantastischen Modernität zur fernen Legende. Glücklicherweise wurde das Manuskript in den 70er Jahren gefunden und die Sonate 1984 erstmals eingespielt.

ERKKI MELARTIN THE SOLO PIANO WORKS MARIA LETTBERG CD 1

1-6 Lastuja I, Op. 7, Kuusi pianokappaletta / Späne I, Op. 7, Sechs Klavierstücke Chips I, Op. 7, Six Pieces for Piano 7 Legend II, Op. 12 / Die Legende II, Op.12 / The Legend II, Op. 12 8-12 Surullinen puutarha, Op. 52 / Der traurige Garten, Op. 52 The Melancholy Garden, Op. 52 13-17 Lyyrisiä pianokappaleita, Op. 59 / Lyrisches, Op. 59 / Lyric Pieces for Piano, Op.59 18-23 Den hemlighetsfulla skogen, Op. 118, Sex pianostycken Der geheimnisvolle Wald, Op. 118, Sechs Klavierstücke The Mysterious Forest, Op. 118, Six Pieces for Piano 24-29 Sex pianostycken, Op. 123 / Sechs Klavierstücke, Op. 123 Six Pieces for Piano, Op. 123

ERKKI MELARTIN THE SOLO PIANO WORKS MARIA LETTBERG CD 2

1-24 24 Preludier, Op. 85 / 24 Präludien, Op. 85 / 24 Preludes, Op. 85 25-29 Noli me tangere, Op. 87, Stämningsbilder / Stimmungsbilder / Impressions 30 Legend I, Op. 6 / Die Legende I, Op.6 / The Legend I, Op. 6 31 Sonata I, Op. 111, Fantasia apocaliptica per il pianoforte MARIA LETTBERG, Klavier / piano C L A S S I C S

PIANO RARITIES – ERKKI MELARTIN THE SOLO PIANO WORKS MARIA LETTBERG

Lastuja I, Op. 7 · The Legend II, Op. 12 · The Melancholy Garden, Op. 52 The Mysterious Forest, Op. 118 · 24 Preludes Op. 85 · Fantasia apocaliptica Maria Lettberg Erkki Melartin (1875-1937)

Maria Farantouri sings Taner Akyol Cd Cover

Maria Farantouri sings Taner Akyol

A young composer from Bursa writes forcefully powerful songs; a celebrated vocalist from Athens sings in a unique and emotionally direct fashion; and an established chamber orchestra from Berlin delivers the instrumental foundation.

Maria Farantouri sings Taner Akyol Cd Cover
Maria Farantouri sings Taner Akyol CD

A dream? A snapshot? The fact is: music is always one step ahead of social reality. In Germany the anxiety of supposed Islamic infiltration rules talk shows and table discussions.

In Greece and in Turkey nationalistic tendencies occupy the political climate. So the Kurdish composer Taner Akyol, the Greek singer Maria Farantouri and the German Berlin Chamber Orchestra, in something of a coup, ignore the everyday social realities. Not with politics but with art.

Art – and especially music – can be more effective than verbal political argument. In declaring his purpose, Taner Akyol stressed that he wanted his compositions brought to life by a highly respected singer like Maria Farantouri since her personal view of the world is close to his. Her nationality didn’t matter.

“Why should it?” says Akyol. “This was never a question for her or for me.” Yet it is this natural essence of their association that gives a deep political dimension to the project. When Akyol presented the idea of having his music interpreted by Maria Farantouri and the Berlin Chamber Orchestra to his long time fellow student friend Symeon Ioannidis, both realized instantly that something very special was about to come to fruition. Ioannidis set out to translate old Anatolian poems into Greek with great sensitivity not to compromise their original meaning.

At first the composer had hoped that Farantouri, the very busy compatriot of Mikis Theodorakis, would at least sing some of his compositions. By after the first rehearsal she spontaneously decided to lend her inimitable voice to all of them. Taner Akyol: “I was so touched.”

The first sessions were done in Berlin and the project reached its recorded conclusion in Athens. What developed between the artists was that unexplainable magic created by feelings about liberty, freedom and brotherhood. Greek, Turkish and Kurdish musics are presented side by side, absolutely equal, and blend, in a kind of mystical process, into a grand and compelling sound language. And the passion of the songs and singing is carried forth by the dramatic shadings of the orchestra.

Almost as a matter of course, Maria Farantouri sings “Daye Daye” (Mother, Mother). It is a composition by Memet Çapan about a 1937 massacre in the province of Dersim by the Turkish army, supressing an uprising of the Alevite peasant population. Around the original melody Akyol has constructed an arrangement full of pain, grief and fury. Farantouri sings this piece – maybe the most important of the recording – in Zaza, an old, independent language that was recently accepted by Unesco into the group of languages endangered by extinction. Akyol emotionally suggests that the massacre continues today but in a different manner. By building dams, the government aims to flood the holy places of Dersim (now Tunceli) in order to eradicate the originality of the Anatolia highlands once and for all. That is why it was so important to him that Maria Farantouri sing “Daye Daye” in Zaza. “I don’t want anybody to think that this work was explicitly done for the sake of Greek-Turkish friendship!” says the composer.

In Anatolia folksongs are of undiminished importance. Nearly every house owns a baÄlama (better known as a saz), an Anatolian lute. Akyol, this Kurdish Turk living in Berlin, has intensively worked on the instrument of his ancestors and, in this way, researched his roots. “Zaza is my mother tongue but I can’t speak it,” he declares in fluent German. “But I am beginning to understand that society uses music to articulate itself.” The folk singer – meaning poet and singer of love songs – is more than a musician. He transmits opinions on different political or social themes and common topics to the public. ”But sometimes,” says Akyol, “those in love do not reach the beloved ones.”

The words of 16th century Turkish – Alevitic poet and freedom fighter Pir Sultan Abdal, whose lyrics to “Su” (Water) and “BÄlen GelsÄn” (Let him come) are included on the CD, still have an undiminished power for Taner Akyol, both in politics and in society. He notes, “When composing I wished for other people in other places in the world to hear and understand them. I wanted to point first towards what happened before and then track what came after by means of today’s musical expression.“

Akyol’s wish has come to fascinating musical reality with the inspired help of Maria Farantouri and the Berlin Chamber Orchestra.

Taner Akyol (*1977) in Bursa (Turkey) started out at an early age on baglama (saz), piano and violin becoming professional as a teenager. At age 19 he moved to Berlin where he studied composition with Prof. Kyburz (Hanns Eisler Musikhochschule) and after graduating 2003 with Prof.Zimmermann (Berlin Arts University). He founded the intercultural Ensemble Cornucopia and established the “ta Atelier” in Berlin. 2007 ENJA RECORDS released his first album Birds of Passage (ENJ-9510 2). Akyol also composed the music to Orhan Pamuk’s audio book Red is my Name.

Taner Akyol won numerous prizes as baglama soloist and composer of chamber music (Musica Vitale, Hanns Eisler Award). He is the first artist to bring the baglama to European concert halls. The baglama (also saz, tanbur, dombra, seta, dutar) is the oriental long necked lute which is featured in many oriental music traditions.

Taner Akyol brings this instrument to concert halls but also began recently to work in trio in jazzclubs and festivals. ENJA will soon release an excellent trio album – Dance to the Sun – featuring baglama, piano and percussion.

Subtone-Morningside CD Cover Artworks

Subtone – Morningside

Subtone ist eine der interessantesten Bands, die die europäische Jazzszene zurzeit zu bieten hat. Anfangs noch als reine Berliner Formation gegründet, leben die Musiker von SUBTONE mittlerweile zum größten Teil in New York.

Subtone-Morningside CD Cover Artworks
Subtone – “Morningside” CD

Spätestens seit ihrem dreifachen Triumph beim internationalen Jazz-Wettbewerb Tremplin Jazz in Avignon 2008 sind Trompeter Magnus Schriefl, Saxophonist Malte Dürrschnabel und Pianist Florian Höfner, der neu zum Ensemble gekommene Bassist Ruben Samama (Gewinner des Deloitte Jazz Awards 2010) und Schlagzeuger Peter Gall auch außerhalb Deutschlands ein Begriff.

Schätzungsweise 120-mal stand Subtone in Clubs und bei Festivals bisher auf der Bühne.

Höhepunkte waren die Auftritte beim Bohemia Jazz Fest in Tschechien im Vorprogramm von Dave Holland, Steve Coleman oder Al Foster, sowie zwei gefeierte Konzerte beim Festival Jazz Baltica in Salzau.

Obwohl Subtone in der klassischen Quintett-Besetzung auftritt, hat die Band doch einen ganz eigenen Sound kultiviert, der sich deutlich von traditionellen Klischees abhebt.

Die farbenreiche Instrumentierung sowie die durchdachten und einfallsreichen Kompositionen sind es, die den besonderen Reiz von Subtone ausmachen.

Der Bayerische Rundfunk über SUBTONE:
„Hier gelingen fugenartige Themen in halsbrecherischem Tempo, gegeneinander gespielte rhythmische Strukturen, unerwartete Themenentwicklungen und spannende Solodramaturgien nämlich nicht nur für sich genommen – sie fügen sich auch noch ganz organisch zu komplexen Kompositionsgebilden, denen der viel beschworene große Bogen bestechende Schlüssigkeit und damit Schönheit verleiht.“

Subtone Tourtermine
26.02. München, Unterfahrt 05.11. Erfurt, Jazzclub
27.02. Rosenheim, Le Pirate 08.11. Bad Aibling, Librano
02.03. Landshut, Wintergarten 09.11. Fürstenfeld, Forum
04.03. Nürnberg, Jazzstudio 10.11. Traunreut, Bürgerhaus
06 03. München, BMW Jazz Ward 11.11. Pullach, Bürgerhaus
10.03. Berlin, A-Trane 16.11. Dessau, Bauhaus
27.06. Augsburg, Jazzfest 17.11. CH-Basel, Bird’s Eye
04.11. Schopfheim, Kulturkooperation 11.12. Burgthann, Jazzverein

Nelson-Marsalis-Jones-Here-we-Go-Again CD Cover

Willie Nelson & Wynton Marsalis feat. Norah Jones

Bereits das erste gemeinsame Album der so unterschiedlichen Superstars Willie Nelson und Wynton Marsalis war künstlerisch und kommerziell ein absoluter Erfolg.

Nelson-Marsalis-Jones-Here-we-Go-Again CD Cover
Willie Nelson & Wynton Marsalis feat. Norah Jones - "Here We Go Again"
Für das Blue-Note-Album „Two Men With The Blues“ (2008) hatten der zählebige Country- Troubadour Nelson und die stets souverän wirkende Jazz-Koryphäe Marsalis im Jahr 2007 zwei Konzerte im Lincoln Center von New York gegeben.

Die New York Times war beeindruckt von der Eleganz und dem Feingefühl dieser Konzertaufnahmen, während es in der Entertainment Weekly hieß: „Willie und Wynton mögen ein seltsames Paar abgeben, aber dieses Live-Album lässt die Country-Legende und den Meister des Jazz wie natürliche Partner erscheinen, bei denen die von der Trompete angeführte Band von Marsalis das Tempo bestimmt und Nelson sich mit den unkonventionellen Phrasierungen seiner Stimme perfekt anpasst.

“ Für „Here We Go Again: Celebrating The Genius Of Ray Charles“ fanden sich die beiden ungewöhnlichen Seelenverwandten erneut auf einer Bühne zusammen, diesmal im Rose Theater, einem weiteren Konzertsaal des Lincoln Center, um dort im Februar 2009 mit einem konzeptionellen Programm rund um die wegweisenden Songs von Ray Charles zu begeistern.

Prominent unterstützt wurden die beiden Musiker bei den beiden ausverkauften Konzertabenden von Norah Jones, die mit den Songs von Ray Charles ebenfalls wohlvertraut ist und es als besondere Ehre empfand, gemeinsam mit Nelson und Marsalis aufzutreten. Einfühlsam und voller Experimentierlust singt und swingt sich dieses einmalige Dreigestirn durch ein stilistisch weit gefächertes Repertoire von Songs, mit denen Ray Charles schon zu Lebzeiten zur Ikone wurde und wie selbstverständlich Soul, Rhythm’n’Blues, Country, Jazz und Pop für sich vereinnahmte.

Der zwölf Tracks umfassende Songzyklus über den Aufstieg und Fall einer Liebe, den der Konzertmitschnitt „Here We Go Again“ bildet, scheint sich jeder vorschnellen Kategorisierung zu entziehen. Einerseits sind hier all jene Songs zu hören, die Ray Charles groß gemacht haben – von „Hallelujah I Love You So“ über „Unchain My Heart“, „Hit The Road Jack“, „Makin‘ Whoopie“ bis hin zu seinem wohl größten Hit „What I’d Say“ – andererseits sorgen die neuen Arrangements von Marsalis und befreundeten Künstlern aus dem Umfeld des Jazz at Lincoln Center für eine erfrischende Neubetrachtung der Klassiker.

Die Songs werden hier in denkbar unterschiedlichsten Stilen vorgetragen, als Gospel-Two-Beat, Boogaloo, Countryballade, Bolero, Hard-Bop, Walzer und Swing. Für die kongeniale musikalische Umsetzung sorgen das Marsalis-Quintett – Walter Blanding (Tenorsaxophon), Dan Nimmer (Piano), Carlos Henriquez (Kontrabass) und Ali Jackson (Schlagzeug) – sowie Nelsons langjähriger Begleiter Mickey Raphael an der Mundharmonika.

„Ich nenne das Roots-Groove-Musik“, erklärt Wynton Marsalis, der auch mit der Set-List den Handlungsbogen dieses Konzeptalbums gespannt hat. „Roots-Musik reicht über alle Grenzen und Genres in der amerikanischen Musik hinweg.

Es gab eine Zeit in den frühen 1950ern, in der Musiker auftauchten, die von jeglicher Art von Musik beeinflusst schienen.“ Willie Nelson kann ihm da nur beipflichten: „Du musstest einfach alle möglichen Arten von Musik lieben, um deine eigenen Interpretationen der Songs zu finden.“

Besonders angetan hatte es Nelson seinerzeit das Ray-Charles-Countryalbum „I Can’t Stop Loving You“: „Ray hat allein mit diesem einen Album mehr für die Countrymusik bewirkt als jeder andere, weil er Millionen seiner Fans Countrysongs nahegebracht hat und so der Countrymusik ein neues Publikum erschloss.“ Norah Jones war sichtlich angetan, zu diesem besonderen Konzertevent eingeladen worden zu sein.

„Da gab es nicht viel zu überlegen. Ich liebe Willie über alles und habe zu ihm eine wunderbare künstlerische Beziehung. Und mit Wynton wollte ich auch schon immer etwas machen.“ Die Freude war umso größer, als sie erfuhr, dass die Klassiker von Ray Charles im Mittelpunkt stehen würden: „Ich kenne alle seine Songs. Wir lieben sie doch alle. Mehr Gemeinsamkeit kann es kaum geben.“ „Here We Go Again: Celebrating The Genius Of Ray Charles“ ist fürwahr eine Herzensangelegenheit, eine stilistisch abenteuerliche und doch höchst stimmige Hommage an einen der größten Universalkünstler der Popmusik.

Da macht auch das Herz eines jeden Musik-Aficionados „Whoopie“. An instant Blue-Note-Masterpiece!

Willie Nelson & Wynton Marsalis feat. Norah Jones – „Here We Go Again“ Tracklist:

1. Hallelujah I Love Her So (Gospel 2-beat / Boogaloo / 4/4 Swing)
2. Come Rain Or Come Shine (Walking Ballad)
3. Unchain My Heart (Bolero with Habanera bass)
4. Cryin’ Time (Country Ballad)
5. Losing Hand (Dirge with Chain-Gang Shuffle)
6. Hit The Road Jack (Gospel 2-beat / 4/4 Swing)
7. I’m Moving On (Boogaloo with Afro-Latin Backbeat / 4/4 Swing)
8. Busted (Gospel 12/8 Shuffle)
9. Here We Go Again (Rhythm & Blues 12/8 Shuffle)
10. Makin‘ Whoopie (Hard-Bop 2-beat / 4/4 Swing)
11. I Love You So Much (It Hurts) (Waltz)
12. What’d I Say (Boogaloo) Willie Nelson & Wynton Marsalis feat. Norah Jones – „Here We Go Again“

JEAN - PHILIPPER AMEAU ZAÏS CD Cover

JEAN – PHILIPPER AMEAU

Als Jean-Philippe Rameau 1733 mit fünfzig Jahren seine erste Oper Hippolyte et Aricie auf die Pariser Bühne brachte, erwartete niemand, dass der bis dahin wenig bekannte Komponist in den folgenden 25 Jahren über zwanzig musikdramatische Werke herausbringen und enthusiastisch gefeiert werden würde.

JEAN - PHILIPPER AMEAU ZAÏS CD Cover
JEAN - PHILIPPER AMEAU ZAÏS · HIPPOLYTE ET ARICIE ORCHESTERSUITEN

Im Unterschied zur italienischen Oper des 18. Jahrhunderts steht in der französischen nicht der virtuose Gesang im Zentrum.

Die Musik hat ihren Ort in erster Linie in den Divertissements, Ballett- und Chorszenen mit aufwändiger szenischer Ausstattung.

Sie dienen der psychologischen Vertiefung der Handlung oder der Einführung neuer Ausdrucksdimensionen und setzen sich aus solistischen Airs, Chören, programmatischen Orchestersätzen (sogenannte symphonies) und Tänzen zusammen. Im Laufe der Zeit bildeten sich bestimmte szenische und musikalische Topoi heraus: Stürme, Schlummerszenen, das Auftreten böser Träume, herabschwebende Gottheiten, Unterweltszenen.

Während die Sprachbarriere die Rezeption der französischen Oper außerhalb Frankreichs bis heute einschränkt, sind es die instrumentalen Stücke aus den Divertissements, die dank ihrer kunstvollen Orchestrierung und vielseitigen Tanzrhythmen Eingang in die Konzertprogramme finden.

Hippolyte et Aricie basiert auf Racines Tragödie Phèdre, in deren Mittelpunkt die zerstörerische Leidenschaft Phèdres zu ihrem Stiefsohn Hippolyte steht. Die Oper führt ein großes Spektrum von Leidenschaften vor, indem sie neben die monströse Liebe Phèdres die zärtliche Zuneigung zwischen Hippolyte und Aricie stellt.

Die Ouvertüre in d-moll, der Tonart Phèdres, zeigt die tragische Dimension der Leidenschaft. Galante Formen der Liebe – galant war ein Ideal der Zeit und umfasste maßvolle Zurückhaltung, aber auch Empfindsamkeit und Zärtlichkeit – bestimmen den Prolog, in dem Amor auftritt, und die Beziehung zwischen Hippolyte und Aricie.

Die zugehörigen Tanzsätze und Airs umfassen Ausdrucksdimensionen zwischen drängender Sehnsucht und entspannter Freude, mit Holzbläsern und Streichern abwechslungsreich instrumentiert.

Einen Kontrast dazu bilden die dem Unterweltsakt entnommenen Sätze, in denen Rameau mit spezifisch dunkler Instrumentation, stampfenden Rhythmen und teils rasanten Tempi die Wut der Furien und Unterweltsgötter malt. Das Ballet héorique Zaïs (Text: Louis de Cahusac) verbindet ein typisch pastorales Sujet, die Liebe eines Genius zu einer Hirtin, mit freimaurerischen Ideen, nämlich der Entstehung der geordneten Welt aus dem Chaos in Ouvertüre und Prolog.

In der Ouvertüre charakterisiert Rameau durch zusammenhanglose Reihung musikalischer Bausteine – Skalen, Dreiklänge, Repetitionen – das Chaos. Auch in Zaïs erscheint Amor im Prolog, um die Genien mit seinem Feuer bekannt zu machen.

Der Luftgeist Zaïs gewinnt, als Hirte verkleidet, die Liebe der Hirtin Zéleide, will jedoch die Ernsthaftigkeit ihrer Zuneigung durch verschiedene Proben bewiesen sehen. Zéleide erweist sich den Verführungsversuchen gegenüber immun und wird mit Unsterblichkeit belohn. In den künstlerischen Darstellungen der pastoralen Welt im 18. Jahrhundert manifestiert sich die Sehnsucht der Hofgesellschaft nach einem natürlichen, friedvollen Leben. Rameaus Musik malt jedoch keine Idylle, sondern enthält bereits die Gewissheit um die Unmöglichkeit ungetrübten Glücks.

Dissonanzenreiche, spannungsgeladene Harmonien, die polyphone Verflechtung von Stimmen oder kontrastreiche Gegenüberstellung von Dur- und Mollabschnitten kennzeichnen die meisten Sätze. Zu den graziösen Tänzen voller Innenspannung bilden rhythmisch lebhafte, vollstimmige Sätze einen wirkungsvollen Gegensatz. Dr. Philine Lautenschläger 1996 gründet Michi Gaigg gemeinsam mit der Oboistin und Blockflötistin Carin van Heerden das L‘Orfeo Barockorchester und scharte damit ein veritables Klangkollektiv um sich, das in historischer Informiertheit immer wieder von neuem eine ureigene Art des Musikmachens offenbart.

Entdeckungsdrang, die lebendige Pflege eines Repertoires, das von den Suiten des französischen Barock über die Sinfonia des musikalischen Sturm und Drang bis zur Literatur der Klassik und der frühen Romantik reicht, vertrautes Zusammenklingen und ein farbenreich beredtes Klangdasein sind unverkennbare Hörmerkmale des L‘Orfeo Barockorchesters, als dessen Epizentrum und Prima Inter Pares Michi Gaigg mit der Geige in der Hand oder als Dirigentin fungiert.

L‘Orfeo erhebt eine unüberhörbar markante Stimme – zahlreiche Preise für ihre umfassenden CD-Einspielungen – von Diapason, Pizzicato („Supersonic Award“), Le Monde de la Musique, Fono Forum, Radio Österreich 1 („Pasticcio-Preis“) bis hin zum Deutschen Musikpreis „Echo Klassik“ – wissen dies zu unterstreichen. (www.lorfeo.com)

Entscheidende Impulse für ihren musikalischen Werdegang erhielt die österreichische Dirigentin und Orchesterleiterin Michi Gaigg während ihres Studiums am Salzburger Mozarteum in den Vorlesungen von Nikolaus Harnoncourt um sich anschließend bei Ingrid Seifert und Sigiswald Kuijken der Barockvioline zuzuwenden.

Michi Gaigg sammelte wertvolle Erfahrungen in international renommierten Ensembles wie London Baroque sowie unter Frans Brüggen, Alan Curtis, Christopher Hogwood, René Jacobs, Ton Koopman und Hermann Max bevor sie 1996 zusammen mit Carin van Heerden das L‘Orfeo Barockorchester gründete.

Seit 1994 unterrichtet Michi Gaigg am Institut für Alte Musik der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Mit der Leitung der donauFESTWOCHEN im strudengau setzt Michi Gaigg seit 2003 auch als Intendantin Akzente, wofür sie mit dem Großen Bühnenkunstpreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet wurde.