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M!D!B!TCH "Kosmischer Nebel"

KOSMISCHER NEBEL – Midi Bitch

Epische Soundpatterns und Drone-Flächen bestimmen den knapp 20-Minütigen Opener des Albums „Kosmischer Nebel“ von M!D!B!TCH.

Zwischen Arpeggios der Berliner Schule und Synthflächen die dem Synthwave-Universum entsprungen sind, ist das aktuelle Release zu verorten und setzt nahtlos dort an wo sich der Musiker aus dem Norden Deutschlands sichtlich am liebsten bewegt, dem synthetisch-elektronischen Klangkosmos, welchen er selber gerne als kosmische Musik tituliert.

M!D!B!TCH "Kosmischer Nebel"
M!D!B!TCH „Kosmischer Nebel“

Der ehemalige Sankt Otten Keyboarder scheint im Jahr 2019 eine wahre Veröffentlichungs-Eruption hinzulegen. Mittlerweile das 7. Release in diesem Jahr, nachdem seit über 10 Jahren nichts von Ihm zu hören war.

Die frühen Werke aus den 1990er, welche eher als „Krawall und Remmidemmi – Rumpel-Elektro-Core“ zu verstehen sind, zeichneten sich doch durch eine gewisse produktionstechnische Limitierung und viel Spaß an kranken Sounds aus, wodurch sie sehr am Geduldsfaden des Hörers nagten, haben nicht mehr viel gemein mit dem was inzwischen von FRZA produziert wird.

Wenn doch bei vielen Bands und Künstlern die Formel „das erste Album war das beste“ eine gewisse Gültigkeit hat, scheint die Entwicklung bei MIDIBITCH eher diametral zu sein.

M!D!B!TCH „Kosmos Klaus“ Interview

Soeben erschien als digitaler Download bei Bandcamp das Album „Kosmos Klaus“ von Midibitch.

Ursprünglich sollte sich das Release mit der Kunst der Rezitation des vor 28 Jahren verstorbenen Schauspielers Klaus Kinski auseinandersetzen. Doch letzendlich wurde überraschend auf den stimmliche Beitrag von Kinski verzichtet. Das wollten wir genauer wissen und fragten nach. Zu den Hintergründen äußert sich Midibitch aka FRZA in einem per Chat geführten Interview.

M!D! B!TCH - KOSMOS KLAUS
M!D! B!TCH – KOSMOS KLAUS

Vorab für diejenigen, denen Kinski nur aus Parodien und YouTube-Schnipseln bekannt ist, ein paar Fakten: Klaus Kinski wurde 1926 als Klaus Günter Karl Nakszynski in Danzig geboren. Er ist der Vater von Pola, Nastassja und Nikolai Kinski.

Kinski war auf die Darstellung psychopathischer und getriebener Figuren spezialisiert und zählte in diesem Rollenfach auch international zu den gefragtesten Filmschauspielern. Als künstlerisch herausragend gilt seine jahrelange Zusammenarbeit mit dem deutschen Regisseur Werner Herzog, der ihn in Filmen wie Nosferatu – Phantom der Nacht, Aguirre, der Zorn Gottes und Fitzcarraldo engagierte.

International bekannt war Klaus Kinski zuvor durch Rollen in Edgar-Wallace-Filmen und Italowestern geworden. Kinski galt als schwierige und zu extremen Gefühls- und Wutausbrüchen neigende Persönlichkeit. Er verstarb 1991 in den USA. https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Kinski

M!D! B!TCH - KOSMOS KLAUS

MIDIBITCH arbeitet an Klaus Kinski Projekt

Neues Futter für Freunde der elektronischen Berliner Schule und kosmischer Musik: nach der im Juni 2019 veröffentlichten EP „Daedalus“ und den durchweg positiven Resonanzen kündigt sich das nächste Release von M!D!B!TCH zum Herbst an.

M!D! B!TCH - KOSMOS KLAUS Artwork
M!D! B!TCH – KOSMOS KLAUS Artwork

Im Kontext der kosmischen elektronischen Musik, in der sich MIDI BITCH mittlerweile bewegt, wird es diesmal eine Kinski-Hommage sein, die das Ohr der Welt erhören will.

Laut den vorliegenden Vorabinformationen, wird die Musikproduktion ein wenig technoider und eher in den 1980ern als in den 1970ern verortet sein. Dennoch wird auch hier neben der Menschenwelt, wieder der Weltenraum und Kosmos zentraler Bezugspunkt sein.

Zitate und Tonaufnahmen von Klaus Kinski werden wie Tau in der Morgenröte auf den sphärischen Klangmustern liegen und die rhythmischen Sequenzerlinien umgarnen.

Vorab soll es im Herbst ein Video sein, was die Beschaffenheit und Stimmung der neuen Produktion aufzeigt.

KOSMOS KLAUS by MiDiBiTCH Tracks:

1. Vorspiel 05:44
2. Gesindel
3. Die einzige Macht 11:55
4. Es liegt an euch
5. Ich bin so wild
6. Wurm
7. Stabile Masse
8. Drachen
9. Lästerzungen
10. Mein Garten

Tropica

Tropica – „On a Rainbow“ EP

Tropica sind die fünf Psychadelic-Musketiere aus Deutschland. Tropica sind verliebt in den Klang ihrer musikalischen Idole aus den letzten Jahrzehnten und verbinden den Kosmos der experimentellen Musik der 70er mit Strukturen moderner Popmusik. Insbesondere die Schönheit der Vielfalt überrascht im Songrwriting.

Tropica - On a Rainbow EP
Tropica – On a Rainbow EP
Im Jahr 2015, auf einer regulären Studentenparty, brachte ein Lied der australischen neo-psych Band POND , Fabian Kresin und Dino Mujcinovic auf der Tanzfäche zusammen und lies sie erkennen, dass sie die Leidenschaft zur Musik teilen. Fabian forderte Dino auf, ihn und seinen Bruder Tobias Kresin nächste Woche in ihrem Proberaum zu trefen. Die drei begannen mit dem Schreiben und Aufnehmen von Ideen während des nächsten Jahres. Die Treffen wurden seltener als der Proberaum vom Vermieter zu einem Erotikmassagestudio umfunktioniert wurde und die drei nun ohne Raum da standen. In dieser Zeit machte sich Fabian auf den Weg nach Australien, während Dino und Tobi weiter nach Musiker*innen suchten, um ein Projekt zu gründen. Die Suche endete als der Schlagzeuger, Sascha Kern, einen neuen Proberaum in einem alten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg fand und seine Mitmusiker einlud, sich ihm anzuschließen, um dem Wunsch nachzugehen, wieder Live-Musik zu spielen. Der Mittwoch wurde zum wöchentlichen Treffpunkt mit Freunden und Musikern, jeder war willkommen.

Midi-Bitch-Modular

Daedalus Abgesang – M!DIB!TCH Kosmophobie

Heute wurde das erste Video zum demnächst erscheinenden Album „Kosmophobie“ von Midi Bitch auf YouTube online gestellt.

Midi-Bitch-Modular
Midi Bitch -Modular
Es handelt sich bei „Daedalus Abgesang“ um das Outro des kommenden Releases und lässt schon einmal erahnen das es weiter in Richtung elektronischer kosmischer Musk geht:

Das Video ist sehr psychedelisch und unterstreicht die sphärischen Klänge des deutschen Kraut-Elektronikers FRZA, der auch für die visuelle Gestaltung verantwortlich ist. Der Track ist eine Reminisenz an das französische Jazz-Kraut Urgestein MAGMA, welches in den 1970er die Muskrichtung „Zeuhl“ erschuf und kommt daher etwas psychotisch daher. Ein intensives Hörerlebnis das wahrlich nichts für schwache Gemüter ist.

Das aktuelle MidiBitch Album wird in den kommenden Wochen wohl wieder als digitaler Download auf Bandcamp erscheinen.

https://midibitch.bandcamp.com/

A.R. & MACHINES „The Art Of German Psychedelic“ – Konzertreise eines Kunstprojekts im Frühjahr!

Achim Reichel präsentiert die Wiederauferstehung seines innovativen Kunstprojekts auf einer Konzertreise im April und Juni mit Stationen in Lübeck, Berlin, Hannover, Köln, Dortmund, Bremen und Hamburg

Ist ja nicht so, dass Achim Reichel nicht ganz gern mal redet. Wer den Hamburger allerdings nach dem 15. September des letzten Jahres traf, durfte gern auch fast wortlos mal eine knappe Stunde staunen. Offenbar hatte Achim Adrenalin gefrühstückt. War am Ende doch alles ein bisschen anders, denn Reichel zehrte noch vom Abend besagten Datums, an dem er in der ausverkauften Elbphilharmonieaufgetreten war. Und zwar mit einem Projekt, welches er vor 47 Jahren begonnen und vor 43 beendet und noch vor 20 Jahren zur Jugendsünde ohne Rang und nennenswerte Bedeutung erklärt hatte. Doch dann kam dieses Internet und mit ihm unerwartete Meldungen auf Reichels Desktop.

Holger Czukay – Movie! Album erscheint am 03.06.2016 via Groenland/RTD

Holger Czukay – Movie!

Es ist schwierig, von einem Meisterwerk im Sinne eines Höhepunktes zu sprechen, wenn es um das Schaffen eines Meisters geht.

Holger Czukay – Movie! Album erscheint am 03.06.2016 via Groenland/RTD
Holger Czukay – Movie!
Album erscheint am 03.06.2016 via Groenland/RTD
Und Holger Czukay ist ein Meister, jedes seiner Werke weiß davon zu erzählen. Der Schüler Stockhausens glänzt mit seinen Veröffentlichungen, baut seit 1969 starke, kunstvolle Brücken zwischen Avantgarde und Pop, gilt als eines der einflussreichsten internationalen Aushängeschilder klanglicher Innovation aus Deutschland.

1979, kurz nach der Auflösung von Can, veröffentlichte Holger Czukay „Movies“, sein zweites Soloalbum nach „Canaxis 5“ (1969) – Auftakt einer bis heute währenden Reihe von musikalischen Neuerfindungen. „Movies“, der Titel bereits legt es nahe, ist scheinbar eine logische Konsequenz aus der Affinität für Filmmusiken, die schon seit der „Soundtracks“-Compilation (1970) die Geschichte von Can begleitete.

Doch markiert „Movies“ seinerzeit eine weiche Zäsur im Schaffen Czukays, ist mehr als eine Fortsetzung des bereits in der Band Angelegten – auch wenn alle Can-Mitglieder als Musiker auf der Platte vertreten sind. Mehr Freiheit, neue Horizonte!

Video zu Cool In The Pool:

WUCAN: Kraut-fueled 70s Heavy Rock mit Frontfrau und Querflöte

WUCAN: Kraut-fueled 70s Heavy Rock mit Frontfrau und Querflöte

WUCAN gründen sich 2012 in Dresden. Trotz ihrer noch kurzen Geschichte kann die junge Band bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken.

WUCAN Debut “Sow The Wind”
WUCAN Debut “Sow The Wind”
Alles begann mit der zunächst nur auf Vinyl im November 2014 erschienenen EP „Vikarma“ über das Metal Underground Label Metalizer Records. Diese erste 500er Auflage erhielt glänzende Reviews und war binnen kurzer Zeit ausverkauft. Bei zahlreichen Konzerten erspielte sich die Band in der Zwischenzeit durch ihre energetische Live-Präsenz schnell ein festes Stammpublikum. Highlights waren unter anderem das prestigeträchtige Hammer Of Doom Festival und eine Tour als Support von Siena Root.

Die Qualitäten der Band erkannte wenig später auch Heavy Metal Veteran Karl Walterbach und nahm sie unter seine Fittiche. Es folgte ein Plattenvertrag mit Manfred Schütz‘ MIG Music, für Wucan eine mehr als gelungene Entwicklung.

Mit einigen Vorschusslorbeeren ging es ins Studio, um am Debütalbum „Sow The Wind“ zu arbeiten. Dafür suchte die Band sich das in Szenekreisen hoch gehandelte Big Snuff Studio in Berlin aus. Unter der Regie von Richard Behrens, auch bekannt als Produzent diverser einschlägiger Bands sowie Livemischer von Kadavar und Bassist der Berliner Sabbath-Rocker Heat, entstand so ein puristischer und versierter erster Longplayer.

CAN - The Lost Tapes CD Cover

CAN – The Lost Tapes

Spoon Records UK Ltd. & Mute Artists geben ihren Entschluss bekannt, die CAN LOST TAPES Box nach dem enormen Erfolg in UK, USA und Rest der Welt auch in Deutschland, Österreich, Schweiz und Polen, mit MUTE ARTISTS zu veröffentlichen.

CAN - The Lost Tapes CD Cover
CAN - The Lost Tapes
The Lost Tapesist eine Sammlung von 30 unveröffentlichten CAN-Tracks aus den Jahren 1968 – 1977, die als 3 CD Box am 13.07.2012 mit ausführlichen Linernotes von Irmin Schmidt und einem Essay von Ian Harrison im 28-seitigen 10-Inch Booklet bei Mute veröffentlicht werden.

Sie müssten eigentlich The Forgotten Tapes heißen – denn jahrzehntelang waren die Bänder tatsächlich in Vergessenheit geraten.

Insofern sind diese Aufnahmen keine Outtakes, Rarities, Versionen oder B-Ware; sondern bisher unbekanntes CAN-Material. Kuratiert von Irmin Schmidt und Daniel Miller, stellten Schmidt und Jono Podmore aus der riesigen Sammlung die vorliegende Compilation zusammen, Podmore machte schließlich den Edit. Und damit sind wir auch schon bei der Geschichte der Lost Tapes.